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Leserbrief von Gerhard Baisch (Weserkurier 10.03.2026) zum Krieg im Nahen Osten:

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Leserbrief von Manfred Steglich veröffentlicht im Weserkurier vom 28.01.2026
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Leserbrief von Manfred Steglich veröffentlicht im Weserkurier vom 22.12.2025
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Wie schnell doch politische Todesurteile gefällt werden: Eine kurzfristige Absage genügt für die Grabrede. Doch die eigentlichen Fragen bleiben unbeantwortet.
Die Behauptung, 88 Talkshow-Auftritte würden Meinungsfreiheit beweisen, verkennt das Problem. Es geht nicht um individuelle Reichweite, sondern um gesellschaftliche Diskursverschiebungen: Wenn Forderungen nach Diplomatie als "Putin-Verständnis" delegitimiert werden, wenn soziale Umverteilung reflexhaft als populistisch gilt, dann verengt sich der Meinungskorridor – unabhängig davon, wer wie oft im Fernsehen sitzt.
Zur Ukraine-Politik: Der Vorwurf, europäische Verteidigungsfähigkeit bei gleichzeitiger Abrüstung sei widersprüchlich, übersieht den Kern. Es geht um strategische Autonomie statt endloser Aufrüstungsspirale, um Rüstungskontrolle statt Wettrüsten. Dass dies komplex ist, macht es nicht falsch. Die Alternative – immer mehr Waffen ohne diplomatische Perspektive – führt in die Sackgasse.
Und ja, 1,1 Prozent in NRW sind ernüchternd. Aber sie sind auch das Ergebnis einer jungen Partei in einem volatilen Umfeld. Dass Linke und AfD "glaubwürdiger" seien, ist eine steile These: Die eine zu schwach, die andere demokratiefern. Gerade deshalb braucht es Alternativen.
Meinungsfreiheit zeigt sich nicht daran, wer am lautesten ist, sondern daran, dass auch unbequeme Positionen Raum finden.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Steglich (Bremen, 4.11.2025)
Der Weserkurier hat diesen zugesandten Leserbrief am 6.11.2025 veröffentlicht.
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Lesermeinung zum Artikel von Lisa Duncan: „CDU fordert Aufhebung der Zivilklausel“, Weser-Kurier vom 01.10.2025
Die von der CDU geforderte Aufhebung der Zivilklausel im Bremischen Hochschulgesetz ist ein gefährlicher Irrweg. Diese Klausel ist kein überholtes Relikt, sondern eine bewährte Konsequenz aus der deutschen Geschichte: Forschung soll dem Frieden dienen, nicht der Rüstung.
Gerade Bremen ist seit Jahrzehnten ein bedeutender Standort der Rüstungsindustrie – vom Schiffbau über Luft- und Raumfahrt bis hin zur Wehrtechnik. Umso wichtiger ist es, dass die Hochschulen einen klaren zivilen Gegenpol bilden. Wer sie für militärische Zwecke öffnet, verengt Wissenschaft auf Verwertungsinteressen der Rüstungsindustrie und fördert die Militarisierung der Gesellschaft. Ein „Defence Campus“ in Bremen würde nicht mehr Sicherheit bringen, sondern uns tiefer in die globale Aufrüstungsspirale treiben.
Auch das Arbeitsplatzargument überzeugt nicht. Dauerhafte Perspektiven entstehen in erneuerbaren Energien, medizinischer Forschung oder ziviler Hightech – nicht in der Waffenproduktion. Friedens- und Konfliktforschung zeigt seit langem: Aufrüstung schafft keine Stabilität, sondern neue Unsicherheiten.
Gerade heute, in einer Welt voller Konflikte, braucht es eine klare Orientierung an zivilen Lösungen. Die Zivilklausel ist dafür ein unverzichtbares Signal. Ihre Abschaffung wäre ein Rückschritt – wissenschaftlich, politisch und gesellschaftlich.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Steglich (Bremen 1.10.2025)
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