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Eltern KindUN-Kinderrechtskonvention: Artikel 3 (1) "Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleich viel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist."  

Artikel 5: Respektierung des Elternrechts: Die Vertragsstaaten achten die Aufgaben, Rechte und Pflichten der Eltern oder gegebenenfalls, soweit nach Ortsbrauch vorgesehen, der Mitglieder der weiteren Familie oder der Gemeinschaft, des Vormunds oder anderer für das Kind gesetzlich verantwortlicher Personen, das Kind bei der Ausübung der in diesem Übereinkommen anerkannten Rechte in einer seiner Entwicklung entsprechenden Weise angemessen zu leiten und zu führen.

Umsetzung und Anwendung der Kinderrechtskonvention in Deutschland. Rechtsgutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Prof. Dr. Friederike Wapler (25.09.2017)

 

Bremen und Berlin Spitzenreiter bei Kindeswohl Gefährdungseinschätzungen der Jugendämter in 2020

KIndeswohlgefährdungseinschätzungen Jugendämter 2013 bis 2020Die Kindeswohl Gefährdungseinschätzungen steigen bundesweit rasant, in Bremen von 2019-2020 besonders extrem. Das sind Kindeswohlgefährdungs-Verdachtsmeldungen, die in den Jugendämtern in Deutschland nach § 8a SGB VIII registriert werden, zu 64% von den Behörden und Fachkräften selbst ausgelöst. 

Welche "Melde-Kultur" macht sich hier breit? Wer hat diese Entwicklung zu verantworten? Dass bei akuten, lebensgefährlichen Gefährdungen von Kindern unmittelbarer Handlungsbedarf vorliegt,  ist unbestritten, aber nur bei 15,3 % der Meldungen liegen solche Fälle vor. Wie sind diese drastischen Steigerungsraten zu erklären? Können wir so dem Anspruch des SGB VIII und unseres Grundgesetzes gerecht werden, Eltern in Notlagen zu unterstüzen, die vorübergehend bei der Wahrnehmung ihrer elterlichen Sorge Schwierigkeiten haben? Besonders in Zeiten, in den der Staat selbst die Familien mit Lockdowns, KiTa- und Schulschließungen, Quarantäneverordnungen und Kontaktverboten in Situationen drängt, in denen Entlastung massiv erschwert wird?

Insgesamt wurden bundesweit im Jahr 2020 (im Lockdown-Jahr) erschreckende 194.475 Meldungen registriert. 52.238 (26,8%) Gefärdungseinschätzungen wurden dabei durch Verwandte, Bekannte/Nachbarn oder Anonyme Meldungen ausgelöst und machten dann überprüfendes Jugendamtshandeln notwendig. Das "Ergebnis" dieser Überprüfungen war, dass in fast der Hälfte dieser Fälle weder eine Kindeswohlgefährdung vorlag (siehe unten die Grafik dazu ), noch ein staatlicher Hilfebedarf für die Familie festgestellt werden konnte. Also Fehlalarm. Bei den Meldungen, die von Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft ausgelöst wurden, haben wir auch eine erschreckend hohe Quote von 40% , wo weder eine Kindeswohlgefährdung vorlag, noch staatliche Hilfe notwendig war. Also auch Fehlalarm.

Durchg. Gefährdungseinschätzungen der Jugendämter Stadtstaaten 2018 2020Bei aller Vorsicht in der Deutung. Das ist schon bedenklich. Welche Dramen zwischen Verwandten, Bekannten, Nachbarn oder "Anonymen" zum Schaden zehntausender Kinder und Eltern (Beziehungsabbrüche?) mögen sich bei diesen Fehlalarmen abgespielt haben ?

Besonders auffällig: Die Jugendämter der Stadtstaaten Berlin und Bremen stechen in der Meldehäufigkeit besonders hervor, Bremen hatte von 2019 auf 2020 sogar die deutschlandweit stärkste Steigerung zu verzeichnen, von 163 auf 235 pro 10.000 der unter 18-Jährigen. Dient das wirklich dem proklamierten Kindeswohl?

Der Stadtstaat Hamburg (85 pro 10.000 der unter 18-Jährigen in 2020) landet hingegen ganz unten im Ländervergleich mit nur 1/3 der Meldungen gegenüber Bremen. Was machen die in Hamburg anders?

(Alle Grafiken und Zahlen hier unten sind dem KomDat Heft 2 Nov. 2021 entnommen. Unten weitere Grafiken)

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An die Kinder

Spielplatz geschlossen Covid 19Eine langjährige Kita-Leiterin hängt ihren Beruf an den Nagel — in einem offenen Brief an die Kinder erläutert sie ihre Beweggründe.

(von * Ursula Wesseler)

Liebe Kinder,

ich werde euch also bald verlassen. Kapitulation. Es ist nicht einer Krankheit geschuldet oder der Angst davor, auch nicht der Hysterie und Gedankenlosigkeit, nicht der Verblendung vieler oder der Leichtgläubigkeit. Nein. Es geschieht wegen der menschlichen Niedertracht, der konsequenten Aufführung der Traumata auf einer fantastischen Bühne in diesen Zeiten großer Veränderung, Verunsicherung und Orientierungslosigkeit vieler Menschen.

Nach fast 30 Jahren Kitaleitung, selbst getäuscht von der Vorstellung, eine Vision zu haben, die alle teilen, werfe ich das Handtuch. Obwohl es oft schweißnass gewesen ist, habe ich es aber niemals in den Wind der gängigen Trends gehängt. Auch das eine Illusion: dass es reicht, etwas abzulehnen und abzuwehren, das nicht für gut befunden wurde und dadurch euch Kinder zu schützen. Dass Kolleginnen immer nicken, heißt noch lange nicht, dass sie eine Haltung entwickelt haben. Da war ich dumm. Entschuldigt bitte. Es ist so leicht zu glauben, was man möchte. Es ist so mühsam und zäh, sich ständig seiner Illusionen bewusst zu werden — immer auf‘s Neue.

Ich wollte verhindern, dass ihr euren eigenen Ängsten auf den Leim geht. Ich wollte euch alles geben, damit ihr stärker und mutiger werdet, als ich es je sein konnte. Meine Kindheit war anstrengend, manchmal traumatisch und sehr eng. Auf meinem langen Weg zu mir habe ich viel von euch gelernt, weil ihr Kinder immer den Fingerzeig gebt, die Finger auch in Wunden legt und so lange nervt, bis man es endlich kapiert.

Wer ehrlich mit Kindern arbeitet, muss erwachsen werden. Sonst wird man hart, ausgezehrt oder kindisch.

Diese Zeiten bringen das Schlechteste und das Beste in den Menschen zum Vorschein. Schaut gut hin Kinder. Ich verstehe zu gut, warum einige von euch nach jedem Lockdown, nach jeder langen erzwungenen Abwesenheit sehr langsam und skeptisch die Nähe zu Erwachsenen zugelassen haben. Lieber ganz hinten im Garten spielen, lieber in die Ecken zurückziehen.

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Kinder keinen unnötigen Risiken aussetzen – Kinderimpfung bleibt verantwortungslos

Lafonatine zu ARD Faktenfinder KinderimpfungLafontaine schreibt in einem Facebook-Post „Kinder keinen unnötigen Risiken aussetzen – Kinderimpfung bleibt verantwortungslos und weiter: "Mit dem Argument, in den USA seien nahezu 10 Millionen Kinder und Jugendliche geimpft worden, und dort seien nur selten Herzmuskelentzündungen als Impfnebenwirkungen beobachtet worden, hat die STIKO ihre Empfehlung jetzt geändert. Dass sie dabei wohl immer noch ein schlechtes Gewissen hat, wird deutlich, wenn sie davor warnt, bei Kindern und Jugendlichen eine Impfung zur Voraussetzung sozialer Teilhabe zu machen. Aber so wird es doch jetzt kommen! Die entscheidenden wissenschaftlichen Daten über die Langzeitwirkungen fehlen doch immer noch. Daher bleibe ich dabei: Kinder zu impfen, ist verantwortungslos."   - Patrick Gensing Leiter des ARD „Tagesschau.de“-Onlineportals „Faktenfinder“ reagiert darauf unter der Überschrift „Starke Worte, schwache Quelle“.

Dazu Lafontaine auf seiner lesenswerten WEB-Seite (Quelle des Fotos): "Sein Beitrag lässt nur den Schluss zu, dass er nicht lesen und sich mit Argumenten anderer nicht auseinandersetzen kann. Für Fakten ist dieser „Faktenfinder“ blind." ... "Man kann nur hoffen, dass dieser Beitrag des Leiters der Redaktion nicht repräsentativ für das Niveau der ARD-„Faktenfinder“ ist."

Auch die bekannte Mitgründerin von #aufstehen Sahra Wagenknecht äußert sich ähnlich in einem Interview mit der Berliner Zeitung am 19.08.2021: „Das wäre der Weg in eine Gesundheitsdiktatur“ Sie findet den „Druck, der jetzt auf Ungeimpfte ausgeübt wird, unsäglich“. Sie sagt: „Nein zum Impfzwang durch die Hintertür“.

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