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Die Norddeutschen Zeitungen und der NDR verbreiten seit zwei Tagen die - noch nicht ganz offizielle - Meldung, dass die schon länger gärende Entscheidung, einen komplett neuen Kriegs-Marinehafen an der Nordseeküste (neben Wilhelmshaven) in Emden zu bauen, nicht im Bremerhaven, das auch in der engeren Auswahl war. Die Emder Zeitung und Nordwestzeitung haben als Standort den sog. "Rysumer Nacken" direkt am Fahrwasser ins Gespräch gebracht (siehe Foto/Grafik). Die Norddeutsche Zeitung vom 11.08.2026 schließt ihren Artikel "Marinehafen geht an Emden: Was Bremerhaven jetzt rausholen muss." mit den Sätzen ab: " ...Kann Bremerhaven wenigstens einen zweiten, kleineren Stützpunkt bekommen? Aber die Lage ist schwieriger geworden. Nicht nur wegen der Entscheidung der Marine. Wenn tatsächlich VW in Emden das Werk schließen sollte, könnte Pistorius den niedersächsischen Freunden mit dem Marinehafen einen großen Gefallen erweisen."
Im heutigen Leserbrief an die Norddeutsche Zeitung hat Prof. Helga E. Bories-Sawala aus Bremerhaven folgenden Kommentar geschrieben: Nun doch kein Militärhafen in Bremerhaven? Damit wäre allerdings die Gefahr, im Zweifelsfall zum vorrangigen Ziel gegnerischer Raketen und Bomben zu werden, nur abgemildert, denn auch der bestehende Hafen soll ja massiv militärisch „ertüchtigt“ werden. Vor allem will Pistorius immer noch Deutschland zur führenden konventionellen Militärmacht in Europa machen. Angeblich würden wir aus dem Osten bedroht. (...) Nun also Emden? Geschnitten hat sich, wer dort auf weniger Gegenwind hofft als in Bremerhaven, wo eine wache Gegenöffentlichkeit präsent ist (u.a. in dieser Leserbrief-Rubrik). Auch Emden wehrt sich gegen den Militärhafen, so auf dem dortigen Ostermarsch: „Von Emden soll kein Krieg ausgehen! Emden soll weder Drehscheibe der Bundeswehr noch ein Bundeswehrstandort sein! Es soll ein Friedenshafen sein! Wir sehen in den Golfstaaten, dass Militärstützpunkte auch immer Ziele im Krieg sind!“ Emden oder Bremerhaven, wehren wir uns gemeinsam!
Anlässlich der "Nationalen Maritimen Konferenz" in Emden mit Kanzler Merz als Schirmherr. am 29.04.2026 haben alle Redner auf der Demo/Kundgebung eines breiten Friedensbündnis (siehe Flyer unten) vor der weiteren Militarisierung der Region und deren Verwandlung in eine NATO-Logistidrehscheibe gewarnt. Hier sind die Videos/Texte einiiger Reden zu sehen: 1. Pastor Gedenk; 2. Arno Sassen, 3. Rodolfo Bohnenberger.
In den Facebook-Kommentaren zum Beitrag in der Emder Zeitung tobt die Kontroverse:
BSW Ostfriesland schreibt: "Was für ein Irrsinn! Emden ist schon heute NATO-Drehscheibe und jetzt soll auch noch ein neuer Marinehafen her? Haben wir die Geschichte unserer Stadt vergessen? Wir brauchen Milliarden für nachhaltige Industrie und sichere Arbeitsplätze, nicht für immer mehr Militarisierung. Wer diesen Marinehafen will, bekommt unsere Unterstützung nicht!" ...
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Bremer Rüstungsbetriebe wollen für ihre Kriegswirtschaft die passende Kriegswissenschaft an Bremer Hochschulen. OHB, Rheinmetall, Atlas Elektronik wollen die Hochschulen missbrauchen für ihre technologische Entwicklung und Personalrekrutierung.
Grüne Kriegstreiber, die Wissenschaftssenatorin Henrike Müller vorneweg, wollen die Zivilklausel im Bremischen Hochschulgesetz abschaffen. Die Zivilklausel verpflichtet die Hochschulen dazu, ausschließlich für friedliche Zwecke zu lehren, zu lernen und zu forschen. Kooperationen oder Drittmittelprojekte mit der Rüstungsindustrie und Militär sollen damit verhindert werden.
Zivilklauseln gibt es inzwischen an 70 deutschen Hochschulen. Die erste Zivilklausel wurde 1986 an der Uni Bremen eingeführt. Der Akademische Senat stellte 1991 fest: „Die Universität Bremen ist dem Frieden verpflichtet und verfolgt nur zivile Zwecke.“ Die Zivilklausel ist in Bremen seit einigen Jahren auch durch das Hochschulgesetz abgesichert.
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Rede von Alexander King am 1. August 2026 am Brandenburger Tor in Berlin auf der Friedensdemonstration.
Rede von Jürgen Todenhöfer am 1. August 2026 am Brandenburger Tor in Berlin auf der Friedensdemonstration (1. Teil).
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