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von Sönke Hundt, Bremen, 23. Juni 2026
Das Landgericht Bremen befand am 22. Juni 2026 als zweite Instanz nicht - wie erwartet - auf Freispruch sondern bestätigte weitgehend das Urteil aus der ersten Instanz. Der Wissenschaftler und Künstler Prof. Dr. Rudolph Bauer wurde damit erneut wegen "Volksverhetzung und der unrechtmäßigen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" verurteilt. Die Strafe: eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 100 Euro (dazu die Kosten des Berufungsverfahrens). Das Landgericht verhängte kein Urteil sondern sprach eine "Verwarnung mit Strafvorbehalt" aus, d.h. die Strafe wird für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. (siehe Fotos von Sönke Hundt weiter unten)
Verhält sich der Verurteilte während dieser Zeit "unauffällig", muss er die Strafe nicht zahlen. Das Landgericht verringerte die Strafe aus der ersten Instanz von 60 auf 30 Tagessätze und setzte diese zur Bewährung aus, bestätigte aber ansonsten das Urteil der Vorinstanz.Damit wird einem bekannten und renommierten Professor (für Politikwissenschaft an der Uni Bremen), der als Wissenschaftler aber auch als Schriftsteller und bildender Künstler sich seit vielen Jahren und in unzähligen Publikationen für Antifaschismus und Antimilitarismus einsetzt, vom Bremer Landgericht bescheinigt, in Wahrheit ein Holocaustverharmloser und Rechtsextremist zu sein, der Hakenkreuzschmierereien verbreitet und überhaupt das Volk verhetzt. Diese Verkehrung der tatsächlichen Sachverhalte ist ungeheuerlich und zutiefst empörend!
Was war geschehen? Irgendwann vor dem August 2023 wurde Rudolph Bauer von einem Anonymus bei der in Baden-Württemberg ansässigen "Meldestelle gegen Hass und Hetze" wegen vier Bildmontagen, die Bauer auf Instagram veröffentlicht hatte, angezeigt.
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Die Free Gaza Demonstration der Palästinensischen Gemeinde Bremen am Samstag 13. Juni 2026 schwoll im Verlauf auf das Doppelte an. Ein ansehnlicher und ausdrucksstarker Protestmarsch, der vom Bahnhofsvorplatz über die Haupteinkaufstraße (Obernstr) und den rappelvollen Marktplatz bis zur Domsheide führte.
Hauptredner war diesmal Rodolfo Bohnenberger von aufstehen Bremen, seine Rede steht hier als pdf zum Download.
Mehr Infos:👉https://dpg-netz-bremen.de/ und 👉https://www.instagram.com/pgb.ev/
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Tschingis Aitmatow und Tino Eisbrenner – Botschafter des Friedens und der Liebe. Eine Kulturveranstaltung der "Deutsch-Russischen Friedenstage e.V." am 6. Juni 2026 in Bremen. Der Saal war voll. Das Publikum berührt und begeistert von diesem kulturellen Hochgenuss. Siehe unten die Bilderserie.
Aitmatows Klassiker „Djamila“ – die schönste Liebesgeschichte der Welt, wie der französische Dichter Louis Aragon betont, wird weltweit verehrt. Übersetzt in mehr als 170 Sprachen ergreift seine vielgestaltige Dichtung die Herzen und den Verstand. In Kirgistan geboren, in der Sowjetunion zum verehrten Literaten gereift, nutzt sein Werk die kirgisische und russische Sprache. Frieden und Liebe zu den Menschen sind Triebkraft seines Schaffens.
Für dieses Kulturfest haben es Irene Baumann und Torsten Kühn mit der Lyrik-Gruppe und dem Zupfinstrumente-Trio Volante übernommen, Tschingis Aitmatows literarisches Schaffen mit einer Lesung erlebbar zu machen. Songpoet Tino Eisbrenner brachte im 2. Teil des Abends Eigenes, Puschkin und Nachgedichtetes zu Gehör. Zum Schluss gesanglich begleitet von Larissa Scherschel. Ein Video des Kulturabends ist in Arbeit und wird in Kürze veröffentlicht HIER.
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Am 26.05.2019 stimmten 146.000 Wahlberechtigte in Bremen (56%) mit einer klaren Mehrheit im Volksentscheid dafür, das Rennbahngelände nicht zu bebauen, sondern "für Erholung, Freizeit, Sport und Kultur" zu nutzen. Danach wurde geplant und geplant ... und die Regierung erklärte dann, für Sportstättenbau sei kein Geld da. Milliarden gibt es stattdessen für Aufrüstung und Militarisierung?
Nun will ein versierter OpanAir Eventmanager das Gelände so nutzen (einige Konzerte in den kommenden Sommern), wie es der Volkswille beschlossen hat; für Freizeit und Kultur. Und das Bauressort blockiert ? (s. WK Artikel im Internet Archiv) Sowohl die SPD Bausenatorin Ünsal als auch die "Linke" Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt sind Demokratierverächterinnen.
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Unser Mitstreiter Dieter Winge (63) und die Bürgerinitiative Oslebshausen kämpfen gegen die Planungen der Stadt, eine Bahnwerkstatt des Alstom-Konzerns in Bremen-Oslebshausen neben Wohngebieten zu bauen. Der Oslebshauser Stadtteilbeirat ist einstimmig (über alle Parteigrenzen hinweg) gegen den Bau. Selbst die Hafenbetriebe erheben Klage gegen die Planung. Zudem ist das Gelände, wo im 2. Weltkrieg tote russische Zwangsarbeiter & Kriegsgefangene verscharrt wurden, eigentlich völkerrechtlich eine Kriegsgräberstätte.
Die Stadt Bremen zieht das Ding - koste es was es wolle - durch, ohne umfangreiche Verkehrsgutachten und gegen den Willen der Bevölkerung.
Im Sonntagskommentar des Blogs von Axel Schuller "bremensogesehen" äußert sich Dieter Winge ausführlich. Wir berichten auf dieser WEB-Seite seit Jahren mit fast 20 Beiträgen über diese Auseinandersetzung, hier ein Beispiel verlinkt.
Lange Zeit war auch unser - inzwischen leider verstorbener - Mitstreiter Ekkehard Lentz aktiv beteiligt.

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update 30.05.2026 von Rodolfo Bohnenberger
Ca. 400 überwiegend junge Menschen und ihre Eltern demonstrierten mit einem ansehnlichen Zug, mit Bannern und Schildern am Freitag 29.05.2026 ab 16:00 Uhr vom Weserstadion zum Domshof für eine bedarfsgerechte Finanzierung und institutionelle Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in Bremen. Auch unsere Mitstreierin Cornelia Barth hielt auf der Abschlußkundgebung eine kurze Rede. - Hintergrund ist die existenzielle Gefährdung vieler (nicht aller) wichtiger, offener Kinder- und Jugendeinrichtungen in fast allen Stadtteilen Bremens, ausgelöst durch die Haushaltsbeschlüsse der Bremer Landesregierung aus SPD, Grünen und DieLinke.
Von drohender Schließung ihrer Einrichtung Betroffene starteten am 10. Mai die hier verlinkte Petition zum Erhalt der Kinder- und Jugendarbeit mit aktuell schon 3.429 Mitzeichnern! Mitgezeichnet werden kann bis zum 9. November 2026, schließt euch an!
Der Bremer Regionalsender "buten und binnen" brachte immerhin(!) einen klitzekleinen Filmbericht dazu. Der Initiator (Jens Wirth) des Protestzuges kommt dort mit folgenden Sätzen zu Wort: "Viele Träger stehen vor dem aus, bzw. haben Existenzschwierigkeiten. Oder sie müssen Programme runterfahren und werden künfrig nicht mehr institutionell sondern projektgefördert."









