Netzwerk Critical Ma´s: Rückkehr zum Regelbetrieb ist Augenwischerei!

Einige Auszüge aus einer Stellungnahme vom Netzwerk Critical Ma's, ausführlich unter diesem LINK zu finden:

Netzwerk Critical Mas"Wir schreiben diese Erklärung für alle Erwachsenen, die nicht täglich mit Kindern zu tun haben. Ihr denkt vielleicht, für Kinder und Eltern sei nun wieder beim Alten!? Es ist ja „Regelbetrieb“!?

Leider nein! Die Kinder sind zwar froh, endlich wieder in die Schule zu können. Doch sie werden nach wie vor viel härter reglementiert und mit Sanktionen bedroht als die „Großen“. Permanent muss die Maske auf, zum Turnen dürfen die Umkleiden nicht benutzt werden, die Kinder dürfen sich nicht mal gegenseitig ein Lineal ausleihen. Uns Familien droht jede Sekunde Quarantäne! Wenn wir besonders großes Pech haben, dürfen wir nicht mehr vor die Tür, weil der Test eines Schulkindes falsch positiv war. Die „Rückkehr zum Regelbetrieb“ an den Schulen ist Augen­wi­scherei! Dabei haben die Kinder extrem unter dem Lockdown gelitten, Studien belegen das (wir Eltern sagen es schon lange, aber auf uns hört ja keiner). Die „Digitale Schule“ hat die meisten Kinder (und Eltern) nur gestresst, die wenigsten haben davon profitiert. Mediziner war­nen schon lange vor den Schäden und Gefahren einer zu frühen und zu umfassenden Digitalisierung. Wir wollen das alles nicht als “neue Normalität”!"

  • Lockdown traf Kinder besonders hart – Studien belegen das ....
  • Digitale Schule ist nicht kindergerecht! ...
  • Digitale Schule ist nicht elterngerecht! ...
  • Rückkehr zum Regelbetrieb ist Augenwischerei! ...
  • Kinder sind keine Treiber des Infektionsgeschehens ...
  • Unsere Forderungen: Echter Regelbetrieb: Kinder sollen in überschaubaren und stabilen Gruppen ohne Maske und Abstandsregeln zusammen lernen, spielen und Sport machen können. Kindergesundheit stärken: Es ist wichtiger, die Psyche und das Immunsystem zu stärken, als Kinder durch völlig übertriebene Maßnahmen vor einem Virus zu schützen, der für sie nachweislich kaum gefährlich ist. Übertriebene und schädliche Hygienemaßnahmen sofort stoppen ........

 

Soziale Spaltung = Bildungsspaltung ! Und es verschlimmert sich von Jahr zu Jahr!

Die Bremer Landesregierung betreibt Symbolpolitik für "Alleinerziehende" (und deren ca. 23.000 Kinder), deren Not sie mit der Bremer "Corona"- Verordnungspolitik selbst massiv verschlimmert hat.

abiturientenquote nach Ortsteilen Bremen 2020In Form eines Berichts, einer Steuerungsgruppe und vielen wohlklingenden Verlautbarungen gebiert sich die Landesregierung als sehr besorgt um die Lage der Alleinerziehenden in Bremen. Auch über die negativen Folgen ihrer eigenen Corona-Verordnungspolitik auf Kinder und Alleinerziehende? Regt sich da in der Regierungsriege fünf Monate nach dem selbst verordneten Ausnahmezustand ein schlechtes Gewissen ? Wurden die Kinder in igendeiner Weise beteiligt? An der Schließung von KiTas und Schulen, an den Kontaktsperren zu engsten Verwandten. Wer schützte die Kinder vor der Unterstellung, sie wären gefährdende "Virenschleudern" und könnten bei Besuch ihre eigenen Großeltern töten? Wer kümmerte sich um das Wohl der Kinder? Würde die Landesregierung ihre eigenen Fehler zugeben und sich ernsthaft um die Gesundheit der Bremer Kinder Sorgen machen, dann müsste sie ein großangelegtes Beratungs- und Therapieangebot vorhalten, um die verursachten Schuldgefühle und psychischen Schäden, vielleicht sogar Traumata, zu bearbeiten.

Schließlich wurden ohne jede Beteiligung der Eltern, geschweige denn der Kinder und Jugendlichen, unter klarer Verletzung des Artikel 6 des Grundgesetzes, unter klarer Verletzung der UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 12: Berücksichtung des Kinderwillens), die Kinderrechte mit Füssen getreten: u.a. das Recht auf Gesundheit, das Recht auf Erholung, Sport und Spiel; das Recht auf gesunde und abwechslungsreiche Ernährung; das Recht auf Bildung; das Recht von Eltern und Kindern auf besonderen Schutz des Staates, das Recht der Kinder und jungen Menschen in allen sie betreffenden Belangen gehört und beteilig zu werden usw..

In dem Senatsbericht heißt es,

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Online Studium ? Das Ende des reflexiven Studiums !

Online forever?

Studium online FachidiotenNach einem erzwungenen Online Sommersemester, zeichnet sich jetzt bereits ab, dass auch im Wintersemester 2020/2021 ca. 80 - 90% des Studiums Soziale Arbeit online durchgeführt werden wird. Das hat das Bremer Wissenschaftsressort zusammen mit den Leitungen der Universität und der Hochschulen verabredet, siehe die Presseerklärung vom 10. Juni. In sehr begrenztem Umfang soll es Präsenzveranstaltungen nur für Labornutzung und für Neuimmatrikulierte im 1. Semester geben. Eine evidenzbasierte Begründung fehlt, denn es wäre viel mehr möglich, trotz "Corona", als bisher versucht wird.

Evaluation der Folgewirkungen der Umstellung auf Online fehlt!

Mit dieser ins Wintersemester und auch darüber hinaus geplanten Online Lehre ist es weitgehend vorbei mit einem reflexiven Studium. Noch ist keineswegs evaluiert, welche (auch schichtspezifischen) Folgewirkungen diese Online-Umstellung hat, da wird es flugs schon zum Dauerzustand gemacht. Die aktuell durchgeführten Online-Befragungen der Studierenden und Lehrenden sind lediglich auf die Optimierung des Online-Betriebes ausgerichtet, nicht seine Infragestellung. Online-Tools und digital aufbereitetes Wissen, moderne Kommunikationsmethoden sind sicherlich gute Hilfsmittel und als solche sehr nützlich, aber echtes Lernen läuft weiterhin analog, funktioniert über Lern- und Lehrbeziehungen und über lebendige und persönlich durchlebte (kontroverse) Diskurse.

Die Situation der Studierenden

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Lernen funktioniert nicht digital und das darf nicht zum pädagogischen Alltag werden!

Redebeitrag unsere #aufstehen Bremen Mitstreiters  Wolfgang Vormann am 06.06.2020 auf dem Bremer Marktplatz (Zusammenfassung in Stichpunkten). Das Video dieser Rede findet sich am Ende dieses Beitrages.

Wolfgang VormannDas Credo meines beruflichen Handelns: ‚Es ist nur die Bildung, die Gesellschaften langfristig nach vorne bringen kann‘ (Zitat frei nach Frederic Vester, einem prominenten Systemforscher der 80er und 90er Jahre.) Nicht Kredite, nicht Subventionierung der Arbeit, nicht ein umfassendes Wohlfahrtssystem hilft den Menschen, ihre Gesellschaft weiter zu entwickeln, sondern nur Bildung – für jeden so viel wie er aufnehmen kann und so viel wie er haben möchte und das kostenfrei – sorgt für hinterfragende und reflexionsfähige Bürger, die eine Gemeinschaft durch unbekannte, zukünftige Herausforderungen führen können.

Warum betone ich das jetzt gerade in der Corona-Krise? In der Schließung von Kindergärten, Schulen, Berufsakademien und Hochschulen hat es sich gerade noch einmal ganz deutlich gezeigt: LERNEN FUNKTIONIERT NICHT DIGITAL!

Im Shutdown war es eine Notwendigkeit, den Lehr- und Lernbetrieb nicht völlig zum Erliegen zu bringen; sowohl komfortable als auch provisorische Lernprogramme und Onlineplattformen versorgten Schüler*innen und Studenten*innen mit mehr oder weniger standardisiertem Stoff.

Zwei Beispiele dazu aus meinem unmittelbaren Erfahrungsumfeld:

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Offener Brief Studierender und Gewerkschafter an die Bremer Landesregierung

 Das online Semester bringt viele Herausforderungen mit sich.Damit studierende und lehrende nicht unter dem Druck zerbrechen, müssen solidarische Maßnahmen her! Unterschreibe den offenen Brief! LINK: https://tvstud-bremen.de/aktuelles/chronik/petition/  

offener brief tvstudbremenForderungen:

Dieses Semester wird nicht auf die BAföG und Fach-/Hochschulsemester angerechnet.

Es dürfen dieses Semester keine Studiengebühren wie Langzeit- oder Zweitstudiumsgebühren erhoben werden. Wurden diese bereits erhoben, so sind sie den Studierenden zu erstatten.

Alle ab dem 23.03.2020 abgelegten Prüfungen zählen als Freiversuch.

Prüfungen, die aktuell verschoben werden, dürfen nicht verpflichtend im Sommersemester nachgeholt werden müssen.

Allen Beschäftigten der Hochschulen, einschließlich der studentischen Hilfskräfte, muss eine Lohnfortzahlung garantiert werden. Um ihnen in der aktuellen Situation mehr Sicherheit zu geben müssen ihre Verträge um 1 Semester verlängert werden.Bei der inhaltlichen Konzipierung des Semesters muss der zusätzliche Organisationsaufwand berücksichtigt werden, damit der zusätzliche Arbeitsaufwand nicht auf Lehrende und Studierende abgewälzt wird. Veranstaltungen könnten zum Beispiel in geringerer Frequenz stattfinden und nur der dadurch verringerte Umfang an Stoff geprüft werden.

Die für Lehrende entstehenden erhöhten Vor- und Nachbereitungszeiten, auch die der Tutor*innen, müssen entlohnt werden. Alle auslaufenden Studienordnungen und -gänge müssen um ein Semester verlängert werden.

Zwangs-Exmatrikulationen müssen für ein Semester ausgesetzt werden.

Erstunterstützer*innen:

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