Presseberichte

Auszug aus WESER-KURIER - 20.10.2022 :

..."Der Quecksilberwert war in Bremen mit 20 Mikrogramm pro Normkubikmeter angesetzt worden und damit viermal so hoch wie in Delfzijl, sagt Dieter Winge von der BI Oslebshausen und umzu: „Und dort wird die Anlage in einem Industriegebiet gebaut, das weit entfernt vom Wohngebiet ist. Gerade vor dem Hintergrund der eklatanten Nähe der Bremer KVA zur Wohnbevölkerung ist es nicht nachvollziehbar, wieso hier nicht ein ähnlich niedriges Schadstoffniveau wie in den Niederlanden angestrebt wird.“"...

Dieter Winge ist auf bei aufstehen bremen engagiert.

 

"HAMBURG taz | einer Ausgrabungsstätte in Bremen sind in Massengräbern die Überreste von 60 sowjetischen Kriegsgefangenen entdeckt worden. Das Gelände, auf dem die Gräber liegen, ist Gegenstand einer hitzigen Debatte, denn der Senat möchte dort eine Bahnwerkstatt errichten.

Noch am Montag hatte es von offizieller Stelle geheißen, die Zahl der neu entdeckten Skelette auf dem „Russenfriedhof“ im Bremer Stadtteil Gröpelingen sei auf 30 gestiegen. Bereits am Dienstag jedoch lag sie bei etwa 60. Insgesamt sind in den vergangenen Wochen vier weitere Massengräber auf dem ehemaligen Friedhof für sowjetische Kriegsgefangene im Ortsteil Oslebshausen entdeckt worden.

Die Bestattungsfläche befindet sich an der Straße Reitbrake in der Bremer Gleisschleife. Die Sowjetsoldaten, die hier von den Nationalsozialisten verscharrt wurden, sind vermutlich meist Ermordete aus einem nahe gelegenen Zwangsarbeitslager, viele könnten einer Typhusepidemie zum Opfer gefallen sein.

Lange hat der Friedhof brach gelegen, wurde mit der Zeit von Sand aus der Weser und Erde überlagert. Über einen Meter tief liegen die Skelette heute, sodass Bagger zu Hilfe genommen werden mussten. Seit etwa einem Jahr wird auf dem Landstück nördlich der Bremer Innenstadt gegraben. Die Ausgrabung wurde durch die Pläne des Senats angestoßen, dem französischen Schienenfahrzeugherstellers Alstom das Areal für die Errichtung eines Ausbesserungswerks zur Verfügung zu stellen. Zwei Bür­ge­r:in­nen­ini­tia­ti­ven stellen sich dagegen: der Bau sei völkerrechtswidrig, argumentieren sie."

Die Sprecher der genanten beiden Bürgerinitiativen sind: Dieter Winge für die BI Oslebshausen und Ekkehard Lentz für das Bremer Friedensforum. Beide sind auch bei aufstehen Bremen engagiert.

[Ekkehard Lentz ist auch bei aufstehen bremen engagiert.]  Unter andrem heißt es in dem Beitrag in der Norddeutschen:
"Gleichwohl lehnen das Bremer Friedensforum und die Bürgerinitiative Oslebshausen und Umzu die Errichtung einer Bahnwerkstatt auf dem „Russenfriedhof“ weiterhin ab. Nach ihrer Ansicht muss die Suche nach mehr als 300 weiteren vermissten Leichnamen auf der insgesamt 20.000 Quadratmeter großen Fläche fortgesetzt werden, wie Lenz beim Bürgerschnack forderte. Friedensforum und Bürgerinitiative verlangen zudem die Errichtung einer Mahn- und Gedenkstätte mit Informationszentrum auf dem „Russenfriedhof“ an der Reitbrake. Und eine „Freihaltung“ der Nachbarschaft von allen Anlagen und Gebäuden, die mit der Würde der Stätte nicht vereinbar seien."

"„Ich finde es moralisch verwerflich, fast auf den Tag genau 75 Jahre nach der Befreiung dieser KZ-Außenstelle hier von einem Bauvorhaben zu sprechen“, sagt [Landesarchäologin Uta] Halle, der zufolge der Schützenhof [in Gröpleingen] mit dem Außenlager München-­Neuaubing oder mit Bochum gleichzusetzen ist: „Ansonsten gibt es überhaupt keine Lager mehr.“ Von einer Bebauung würde sie aufgrund der Situation abraten, dass wenige Zentimeter unter der Erde Fundamente ehemaliger Baracken – und auch des früheren Schützenhofes – lägen."

Zitiert aus diesem Weserkurierartikel vom 1.3.2020: https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteil-groepelingen/diskussion-um-gedenkstaette-in-groepelingen-entfacht-doc7e45w3y6jup1auoai7vp

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