Die gemeinsame Propagandakampagne aus dem Bauressort und Wirtschaftsressort & Weserkurier 4.2.2026(vorher im WK 2.10.2025) zur Annulierung des erfolgreichen Volksentscheids zum ehemaligen Rennbahngeländes ist durchtrieben. Ganz schlimm dabei und eine Riesensünde für eine gedeihliche Stadtentwicklung. Wie schon auf dem St. Jürgen-Krankenhausgelände am Hulsberg, soll hier erneut kommunaler Grund und Boden verkauft werden. Zitat von Wirtschaftsstaatsrat Dirk Kühling: "Für ganz wichtige Nutzungsbausteine fehlen aber die Mittel für die Umsetzung." ... "Der Vorschlag ist, ein Drittel der Fläche für Wohnbau zu nutzen und die Mittel aus dem Verkauf für die verbleibenden Nutzungen zuzuführen." (WK 2.10.2025) Wer bezahlbare Wohnungen in Bremen schaffen will, was dringend nötig wäre, müsste ganz andere Maßnahmen ergreifen. Wer die Kommunalfinanzen reformieren will, müsste ebenfalls ganz andere Maßnahmen ergreifen. Die bewußt "von oben" herbeigeführte Knappheit kommunaler Finanzen ist die Peitsche, die alle wohlkklingenden - in den Wahlkämpfen für den Stimmenfang verkündeten - sozialen und ökologischen Parteiabsichten in der Regierungskoalition SPD, "Linke" und Grüne zerplatzen lässt.
Özlem Ünsal, Kristina Vogt und Weserkurier ("knappes Wahlergebnis"?) versuchen Folgendes vergessen zu machen. Wir berichteten auf dieser WEB-Seite im Juni 2019: Über 145.000 Wahlberechtigte (56% der abgegebenen Stimmen), von Osterholz über Huchting, Gröpelingen und Walle bis Blumenthal haben im Volksentscheid vom 26. Mai 2019 verbindlich entschieden, dass das Gelände der ehemaligen Galopprennbahn/Golfplatz für Erholung, Freizeit, Sport und Kultur genutzt wird. Weserkurier dazu: "Allerdings hat dieses Votum inzwischen keine rechtliche Bindewirkung mehr." man beachte die im folgenden Zitat aus dem Weserkurier vom 04.02.2026 die Wortwahl "schimpfte" für ein hochberechtigtes demokratisches Anliegen: Der "Versuch, das Bürgervotum von 2019 zu kippen, sei "unsportlich und unanständig", schimpfte Andreas Sponbiel, der mit seiner Bürgerinitiative den Volksentscheid ins Rollen gebracht hatte."
Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung hat entschieden, dass auf dem ehemaligen Rennbahngelände keine - wie in anderen Neubaugebieten vielfach erlebt und in den Ursprungsplanungen des Wirtschaftressorts nachlesbar - hochpreisigen Eigenheime, erstellt von Rendite getriebenen Investoren, entstehen.
Das Ergebnis des Volksentscheids erzürnte damals das gesamte SPD-geführte Establishment in Bremen, ähnlich erging es den üblichen Renditejägern unter den in Bremen tätigen Eigenheim-Baugesellschaften und der Lobbyisten der Mercedes AG, die für ihre besserverdienenden Mitarbeiter dringend Reihenhäuser auf dem grünen Idyll entehen lassen wollten (heute wohl zusätzlich für die Rüstungskonzerne Rheinmetall und TKMS Atlas Elektronik).
Die Bausenatorin Özlem Ünsal fuhr sogar im Oktober 2024 nach Heidelberg, um dort den "Bundespreis Stadtgrün 2024" für das Rennplatzgelände in Empfang zu nehmen, der mit einem Preisgeld von 15.000 € bedacht ist. Der Senat hatte sich mit dem Konzept "Perspektiven für das Rennplatzareal" an dem Wettbewerb beteiligt und überzeugte.









