WK vom 6.2.2026 morgens: "Teilbebauung der Rennbahn: So kommt der Vorstoß der Bausenatorin an. Wohnungsbau auf dem Rennbahngelände im Bremer Osten – nachdem Bausenatorin Özlem Ünsal (SPD) die Debatte neu belebt hat, fallen die ersten Reaktionen aus dem politischen Raum eher verhalten aus...."
WK vom 6.2.2026 abends : "Doch die Entscheidungen fallen in den Kommunen – und da prallen unterschiedliche Interessen aufeinander: zwischen denen, die ihre Umgebung nicht verdichtet sehen wollen, und denen, für die Wohnraum fehlt. Das ist auch in Bremen der Fall, wie die Debatte über die Bebauung des Rennbahngeländes zeigt."
Für wen schreiben diese WK-Redakteure? Ihre Berichterstattung ist unterirdisch. Die wahren Ursachen für fehlende bezahlbare Wohnungen werden in keinster Weise adressiert. Zudem haben wir es mit einem krassen Betrug am Wählerwillen zu tun.
👉 Wirklich bezahlbare Wohnungen, an denen mangelt es besonders, können nur entstehen in kommunaler (und genossenschaftlicher) Regie mit öffentlichen Krediten. Wir brauchen (nicht nur dem Namen nach) kommunale Wohnungsbaugesellschaften ohne Renditedruck. Echter Handlungsbedarf für die Bremer Landesregierung.
👉 Öffentlich geförderte und gebaute Sozialwohnungen dürften keine auslaufenden Bindefristen haben (25 Jahre ?!), sondern müssten dauerhaft Sozialwohnungen bleiben.
👉 Im weiteren Umfeld um das ehem. Rennbahn-Gelände (besonders nördlich und westlich, aber auch in Hemelingen) hat bereits massive Verdichtung stattgefunden. Tausende Menschen, Familien, Jugendliche, Kinder in Wohnblocks sehnen sich nach Möglichkeiten für Erholung, Freizeit, Sport und Kultur. Genau das, was 2019 beschlossen wurde und dann drei lange Jahre mit intensiver Bürgerbeteiligung (Beiräte, Bürgerinitiativen, Sportvereine) für das Gelände an konkreten Vorhaben gemeinsam erarbeitet worden ist.
👉 "Die Märkte" sollen es richten? Obwohl diese die ganzen letzten Jahre in der sozialen Wohnraumversorgung komplett versagt haben? Immobilieninvestoren bauen nicht, weil sie Mitleid mit Wohnungssuchenden haben. Investoren bauen, weil sie Rendite machen wollen und möglichst teuer verkaufen/vermieten wollen. Je größer die Not/Nachfrage, desto höher klettern die Preise und Profite.
👉 Hunderte Milliarden Euro werden für Rüstung und Militarisierung unter Aufhebung der Schuldenbremse auf Pump "über Nacht" bereit gestellt; ein kurzfristiger Hype, keine nachhaltige Wirtschaftsförderung. Im Vergleich damit stellt diese Bundes- und Landesregierung viel zu wenig an günstigen öffentlichen Krediten für den kommunalen Wohnungsbau und die soziale & grüne Stadtentwicklung bereit !?
👉 Wissenschaftliche Arbeiten, die im Bereich soziale Wohnraumversorgung forschen, wie z.B. bei Dr. Andrej Holm, betonen immer wieder, dass die Kommunen - statt noch mehr Boden (unser Tafelsilber) an renditeorientierte Investoren zu verscherbeln - eine bewusste kommunale Bodenbevorratung betreiben müssten, sprich sogar Boden und privatisierten Wohnraum zurückkaufen müssten, um überhaupt kommunal wieder handlungsfähig zu werden. Bausenatorin Ünsal will aber kommunalen Boden auf dem Rennbahngelände an renditeorientierte Investoren verscherbeln.
👉 Die fixe Idee, die Einwohnerzahl Bremens bis 2030 noch weiter hochzupuschen, entsprang bestimmt nicht aus einer Befragung Bremer Bürger. Deren Wille interessiert das Establishment eh nicht. Bremens Bevölkerungszuwächse sind völlig einseitig nur auf die ungesteuerte Zuwanderung aus dem Ausland in unsere Sozialsyteme (und die Wohnraumversorgung) zurückzuführen. Alleine die bremische Nicht-Umsetzung der vereinbarten Umverteilung unbegleiteter minderjähriger Ausländer (umA) hat den bremischen Jugendhilfehaushalt bereits mit hunderten Millionen Euro belastet. Hier läge doch ein lohnendes Aufgabenfed für die Landesregierung, wie zuletzt der ehemalige Innensenator Ulrich Mäurer richtig betonte.
😘 Diese Demokratieverächter und Bodenprivatisierer - wie Ünsal und Vogt - müssen wir abwählen bei der nächsten Bürgerschaftswahl in 2027!
- Für eine städtische Umweltpolitik, die Naturflächen in der Stadt bewusst fördert und erhält. Es gibt genug Flächen für Wohnungsbau, man denke nur an das Hemelinger "Coca Cola" und "Könecke" Gelände.
- Für eine Wohnungspolitik, die sich primär an der Schaffung von Wohnraum für Menschen mit kleinerem Geldbeutel orientiert.
- Für eine proaktive, städtische Bodenbevorratung und für den Rückkauf von privatisiertem Wohnraum.
- Für eine Aufwertung der Kommunalfinanzen im herrschenden Steuersystem.










