Leserbrief zum Beitrag von Joerg Helge Wagner „Wenn Nostalgie den Osten vernebelt“ vom 8.8.19

Joerg Helge Wagner macht seinem Ruf als konservativer Scharfmacher wieder einmal alle Ehre. Wenn es gegen Russland geht: Herr Wagner ist mit von der Partie. Diesmal sind es die dummen Ossies, denen er mal kurz die Welt erklären will. Nicht ohne darauf hinzuweisen, wie blöd man eigentlich gewesen sein muss, wenn man mit dem Beitritt zur Bundesrepublik automatisch ein sorgenfreies und risikofreies Leben erwartete. Und, liebe Ossies, Freiheit bedeutet auch Verantwortung für sich selbst. Also: jammert nicht herum, sondern packt an. Kein Wort davon, dass die Wiedervereinigung mit einer Ausplünderung des Ostens einherging, von der westliche Kapitalisten profitierten, dass die Menschen dort in vielerlei Hinsicht betrogen wurden. Seine Sorge gilt auch den Demonstranten in Moskau, die zu Hunderten inhaftiert wurden, deshalb sollte man an die Aufhebung von Sanktionen gar nicht denken. Hat Herr Wagner eigentlich schon einmal davon gehört, dass es sich dabei um eine nicht genehmigte Demonstration gehandelt hat und dass den Demonstranten vorher ein anderer Ort für die Demonstration angeboten worden war? Richtet Herr Wagner seinen Blick auch nach Frankreich, wo Demonstranten bei nicht genehmigten Demonstrationen die Augen ausgeschossen werden, viele von ihnen ihre Gliedmaßen verloren haben ? Aber natürlich: Herr Macron gehört ja zu den Guten. Aber vielleicht denkt Herr Wagner ja auch über Sanktionen gegen Frankreich nach?
Helmuth Weiss

N.B. Der Leserbrief ist vom Weserkurier mit leichten Veränderungen abgedruckt worden.

Leserbrief zum Thema „Volksentscheid zum Rennbahngelände“, u.a. zum Leserbrief „Abstimmung wiederholen“ von Hannelore Heinze im Weser-Kurier vom 12.08.2019

Einige Leserbriefschreiber beklagen, sie hätten beim Volksentscheid zum Rennbahngelände irrtümlich mit „JA“ abgestimmt, aber eigentlich „NEIN“ gemeint, die Fragestellung sei verwirrend gewesen. Das ist verwunderlich, denn der Sachverhalt lag klar auf der Hand: Abgestimmt wurde über einen Gesetzentwurf der Bürgerinitiative Rennbahngelände. Die zentrale Aussage in § 2 lautet: „Die Fläche des Bremer Rennbahngeländes (…) ist als grüne Ausgleichsfläche (…) zu erhalten, weiterzuentwickeln und für Erholung, Freizeit, Sport und Kultur zu nutzen.“ Wer dafür war, musste mit „JA“ stimmen, wer nicht, mit „NEIN“. Der Gesetzentwurf wurde rechtzeitig allen Abstimmungsberechtigten zugesandt, mit einer Begründung der Bürgerinitiative und mit Stellungnahmen der Bürgerschaftsfraktionen und einem ausführlichen Erläuterungstext der Bürgerschaftsverwaltung. So hatte jeder ausreichend Gelegenheit, sich eine Meinung zu bilden.

Weiterlesen

Leserbrief zum Thema „Volksentscheid zum Rennbahngelände“

Leserbrief zum Thema „Volksentscheid zum Rennbahngelände“, u.a. zum Leserbrief „Abstimmung wiederholen“ von Hannelore Heinze im Weser-Kurier vom 12.08.2019 (von Walter Ruffler)

Einige Leserbriefschreiber beklagen, sie hätten beim Volksentscheid zum Rennbahngelände irrtümlich mit „JA“ abgestimmt, aber eigentlich „NEIN“ gemeint, die Fragestellung sei verwirrend gewesen. Das ist verwunderlich, denn der Sachverhalt lag klar auf der Hand: Abgestimmt wurde über einen Gesetzentwurf der Bürgerinitiative Rennbahngelände. Die zentrale Aussage in § 2 lautet: „Die Fläche des Bremer Rennbahngeländes (…) ist als grüne Ausgleichsfläche (…) zu erhalten, weiterzuentwickeln und für Erholung, Freizeit, Sport und Kultur zu nutzen.“ Wer dafür war, musste mit „JA“ stimmen, wer nicht, mit „NEIN“. Der Gesetzentwurf wurde rechtzeitig allen Abstimmungsberechtigten zugesandt, mit einer Begründung der Bürgerinitiative und mit Stellungnahmen der Bürgerschaftsfraktionen und einem ausführlichen Erläuterungstext der Bürgerschaftsverwaltung. So hatte jeder ausreichend Gelegenheit, sich eine Meinung zu bilden.

Weiterlesen

Leserbrief zum Artikel „USA drohen mit Truppenabzug“ und „Union in Sorge über transatlantisches Verhältnis“

Leserbrief zum Artikel „USA drohen mit Truppenabzug“ und „Union in Sorge über transatlantisches Verhältnis“ im Weser-Kurier vom 10.08.2019

Welch glückliche Drohung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump: Er will in Deutschland stationierte US-Truppen abziehen, wenn die Bundesregierung die Rüstungsausgaben nicht auf 2% des Bruttoinlandsprodukts aufstockt. Das wären über 50% mehr für das deutsche Militär oder über 76 Mrd. $, wobei Deutschland die Rüstungsausgaben Russlands locker um mehr als 10 Mrd. $ toppen würde. Mit diesem Geld könnte man auch eine Menge sinnvoller Dinge machen, zum Beispiel im Gesundheitsbereich und bei der Pflege.

Weiterlesen

Leserbrief zum Leserbrief „Rüde Absage“ von Bernd Knust im Weser-Kurier vom 24.07.2019

Bremen, 24.07.2019
Weser Kurier – Bremen - Lesermeinung
Leserbrief zum Leserbrief „Rüde Absage“ von Bernd Knust im Weser-Kurier vom 24.07.2019
 
Bernd Knust bedauert eine vermeintliche „rüde Absage“ an die Libeskind-Türme durch die neue Regierungskoalition. Faktisch wird man im rot-grün-roten Koalitionsvertrag keinerlei „rüde Absage“ finden, sondern den Vorsatz: „Den Anteil von vorhabenbezogenen Bebauungsplänen wollen wir senken“ (S. 31, Zeile 1300), was zu begrüßen ist. Denn im Prinzip sollten sich Bauherren an den vorliegenden Bebauungsplänen orientieren, und nicht die Bebauungspläne nach den Kapitalinteressen von Investoren gestrickt werden. Genau das aber drohte beim Sparkassengrundstück Am Brill. Die im Bebauungsplan festgelegte Bruttogeschossfläche von 47.000 m² sollte eben mal um 60% auf 75.000 m² aufgestockt werden, um das ganze Projekt profitabler zumachen, auch das bereits abgeschlossene Wettbewerbsverfahren sollte nichts mehr gelten.

Weiterlesen

  • 1
  • 2

About us

aufstehen bremen


team@aufstehen-bremen.org