Einige Gedanken zur Bedeutung von Kultur und Kunst

von Volker Schmidt

In den vielfältigen widerständigen linken Bewegungen in Deutschland fehlt häufig die Erwähnung von Kultur und der Kunst, dabei entstehen und vollziehen sich doch sämtliche gesellschaftliche Veränderungen über einen kulturellen Prozess und tragen ihr Spiegelbild in der künstlerischen Verarbeitung. Zudem wird heute jede Veränderung auch ein medialer Vorgang sein müssen, und in diesem Zusammenhang treten die Bedeutung von Kunst und kulturellen Bedeutungssystemen mächtig in den Vordergrund.

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Satire-Rap-Duo Alles.Scheizse - die Antideutschen

M&R-Künstler-Konferenz 8. Juni Berlin Heimathafen Neukölln, Satire-Rap-Duo Alles.Scheizse. Vorsicht Satire: Alles.Scheizse sahen sich auf der Künstler-Konferenz der M&R vom 8. Juni im Heimathafen Neukoelln gezwungen, »kritisch zu intervenieren«: Die Band hat einen Live-Song mit einer unmissverständlichen Botschaft performt: Revolution ist Quark und abgesagt, also muss die Linke sich weiter in den transatlantischen Konsens der BRD einfügen. Denn wie zentrale Denker der Kritischen Theorie, Marx, Adorno, Broder und Trump, schon immer wussten: »Gegen den Faschismus steht das Kapital – der Kampf um Befreiung ist neoliberal!« Alles.Scheizse sind die ideologiekritischste Antifa-Musikgruppe der Welt und verteidigen den liberalen Westen und seine Kriege für die Zivilisations-Wahrung gegen die fiesen Kommunisten, Moslems und andere Nazis. Ihre Waffen: Inflationär gebrauchte Antisemitismus-Vorwürfe, bürgerlicher Hedonismus und dumpf-deutscher Elektropop.

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Film von Ken Loach: "I, Daniel Blake"

Der sozialkritische englische Filmemacher Ken Loach in seiner Rede in Cannes

Film " I, Daniel Blake " wurde mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Er prangert in seiner Rede in Cannes brutale neoliberale Entwicklungen gegen Werktätige, Arbeitslose und die Umwelt in Europa an: Privatisierung, Deregulierung, Abbau von Arbeitsschutzgesetzen, Verarmung der Mehrheit und Konzentration der Macht bei wenigen Superreichen.

Lesung Novemberrevolution 1918 Teil I

Teil I :Die "reißende Bestie" Krieg - Die Revolution bringt den Frieden

Lesung in Bremen Gröpelingen am 8. Nov. 2018 zur Novemberrevolution 1918 mit Texten von Arno Holz, Kurt Eisner, Karl Liebknecht, Kurt Tucholsky und Erich Kästner und vielen anderen. Zum Besuch der Lesung, die auf Initiative des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller stattfand und in Kooperation mit dem Bremischen Literaturkontor ermöglicht wurde, luden die sieben Mitglieder des Lesekollektivs, ferner das Bremer Friedensforum und das Literarische Quartier (LitQ) ein.

Lisa Fitz: Tanz der Vampire

Die Münchner "Sicherheits"konferenz mal ganz anders betrachtet

Ode an die Kriegsministerin

Lisa Fitz: Ich sehe was was du nicht siehst!

Die Masterminds und grauen Eminenzen - JP Morgans, Goldman Sachs und deren Schranzen

Waffenhändler, Spekulanten, Militär, Geheimdienste, Spione und noch mehr.

16 Haikus und Bildmontagen gegen Retrofaschisten

DSC05299 ji von Rudolph Bauer

Haikus sind eine poetische Kurzform. Sie folgen einem strengen Muster. Das Haiku umfasst drei Zeilen. Die erste und die dritte Zeile besteht aus fünf Silben, die zweite Zeile aus sieben Silben. Das Haiku-Gedicht aus insgesamt 17 Silben war ursprünglich eine Besonderheit der japanischer Dichtkunst. Die klassische Haiku-Lyrik beschränkte sich auf die Beschreibung von meist idyllischen Naturbildern und -stimmungen. Im 20. Jahrhundert rebellierten fortschrittliche Dichter gegen die thematische Einengung. Ihre Haikus nahmen gesellschaftliche und politische Themen zum Anlass. In der Zeit des japanischen Faschismus hatte das zur Folge, dass progressive Haiku-Dichter interniert wurden. In der Tradition dieser politisch engagierten Haiku-Poeten stehen die "16 Haikus gegen Retrofaschisten". Die hier in Verbindung mit den Haikus veröffentlichten Bildmontagen erinnern an John Heartfields politische Collagen. Heartfield (1891-1968) schuf seine Fotomontagen in den 1920er und 30er Jahren im Kampf gegen die Nazi-Faschisten.
 
Das gemeinsame Thema der 16 Haikus und Bildmontagen sind aktuelle Erscheinungsformen rückwärts ("retro") gerichteter nationalistischer, menschenfeindlicher und militaristischer Unrechtspolitik im Krisen- und Rüstungskapitalismus. Dieser war in den Jahren 1933 bis 1945 verantwortlich für kaum vorstellbare kriegerische Zerstörungen und die vielmillionenfache Ermordung von Menschen an der Front, durch Bombardierungen, Hunger und Flucht, in den Gefängnissen und Konzentrationslagern.
 

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Buch: "Blutsbrüder" von Ernst Haffner

BlutsbrderDer Autor arbeitete 1925-1933 als Journalist und Sozialarbeiter in Berlin. Sein 1932 erschienener Roman "Jugend auf der Landstraße Berlin", 2015 neu aufgelegt, wurde von den Nazis verboten und öffentlich verbrannt. Die Spur von Ernst Haffner verliert sich ab 1933. - Anfang der 1930er Jahre lebten in Berlin und anderen deutschen Großstädten infolge der prekären wirtschaftlichen Verhältnisse tausende Jugendliche auf der Straße. Poetisch und mit einem tieftraurigen Realismus folgt Ernst Haffner der Jugendbande „Blutsbrüder“, lässt den Leser teilhaben an ihrem oft grausamen Überlebenskampf und schildert den unbändigen Freiheitswillen der Jugendlichen.

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Lesung Novemberrevolution 1918 Teil II

Teil II "Es wär' zu schön gewesen ..."

Am 4. November vor einhundert Jahren erhoben sich die Kieler Matrosen und forderten den Frieden. Am 6. November gingen rund 10.000 Soldaten in Wilhelmshaven zusammen mit Werftarbeitern der Stadt auf die Straße und forderten den Frieden und die Errichtung einer sozialistischen Räterepublik. Das Datum markiert den Anfang der Novemberrevolution 1918. Soldaten-, Arbeiter- und Bauernräte standen am Beginn der demokratischen Entwicklung in Deutschland. Sie erreichten das Ende des Krieges, die Abschaffung der Monarchie, den 8-Stunden-Tag und die Einführung sowohl der Rede- und Pressefreiheit als auch des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts für Männer und Frauen.

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Hannes Stütz: 70 Jahre CDU-Staat. Armes Grundgesetz

Hannes Stütz: 70 Jahre CDU-Staat - Armes Grundgesetz. Antike Hymnen von 1958 - 1968

Hannes Stütz hat ein paar von seinen Liedern aus den Jahren 1958 bis 1968 rausgesucht und sie "antike Hymnen" genannt. Sie richten sich mit aller Schärfe gegen den grassierenden Geschichtsrevionismus und gegen die gegenwärtige laufende mediale Propagandawalze aus Anlass des 70-jährigen Geburtstages des Grundgesetzes. Die Lieder/Gedichte zeigen die gesellschaftliche Realität der Bundesrepublik, eben den "CDU-Staat".

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Rudolph Bauer: "Aus gegebenem Anlass" - Sonette

Rudolph Bauer ist Wissenschaftler (Professor für Wohlfahrtspolitik und Soziale Dienstleistungen an der Universität Bremen), Bildender Künstler Schriftsteller und Lyriker. Er veröffentlichte mehrere Bücher mit politischen Gedichten (vor allem "Flugschriftgedichte [2013] und "Schutzschirmsprache [2010). Hier liest er Sechs Sonette "Aus gegebenem Anlass" (unveröffentlicht).

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Hannes Stütz: "Verkürzte Festansprachen" zum Tag der deutschen Einheit

Hannes Stütz ist Schauspieler, Kabarettist, Liedermacher und Autor. In den 1970er und 80er Jahren war er maßgeblich beteiligt an der erfolgreichen Kulturarbeit der DKP, an der Leitung des "Pläne"-Verlages und an der Organisation von vielen der großen Folkmusik-Festivals in dieser Zeit. Dem "Tag der Deutschen Einheit", der seit der Wende alljährlich am 3. Oktober als Nationalfeiertag mit viel Pomp inszeniert wird, hat er seine "verkürzten Festansprachen" gewidmet. Hannes Stütz hat sie verfasst in den Monaten um die Jahreswende 1989/90, als der erste sozialistische Staat auf deutschem Boden zusammenkrachte und vom Kapitalismus zurückerobert wurde.

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