"Willkommen" in der Unirealität des heutigen 1984 (George Orwell)

1849 Demokratische Barrikaden Wuppertal"Willkommen" in der Unirealität des heutigen 1984 (George Orwell), hier in der Rundmail vom 26.08.2021an alle Uni-Angehörigen. Dies ist ein - an Absurdität nicht zu übertreffendes - historisches Dokument. Ob es irgendwann mal in einem umfassenden Untersuchungsausschuss als Beweismittel gegen die Verantwortlichen Verwendung finden wird?

Liebe Studierende, liebe Mitarbeitende,
die ersten Wochen mit dem 3G-Prinzip auf dem Campus liegen hinter uns. Vielen Dank, dass Sie Verständnis gezeigt haben, wenn nicht alles auf Anhieb schnell und unkompliziert lief. Inzwischen sind die Startschwierigkeiten überwunden, und 3G ist bereits Teil des Uni-Alltags.
Dazu werden auch weiterhin die Masken gehören. Auch wenn man an den Eingängen den 3G-Status nachgewiesen hat, muss in Innenräumen weiterhin eine Maske getragen werden. Das Abstandsgebot ist nur mit der Voraussetzung aufgehoben worden, dass die Maske weiterhin Pflicht bleibt. Ausgenommen davon sind ausschließlich die Vortragenden in Lehrveranstaltungen – Lehrende und Studierende –, wenn der Abstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Mitarbeitende können zudem an ihrem Arbeitsplatz die Maske ablegen. In allen anderen Fällen gilt uneingeschränkt die Maskenpflicht.
Das 3G-Prinzip ermöglicht Präsenzveranstaltungen trotz steigender Fallzahlen in Bremen. Diese Chance werden wir nutzen: Das Wintersemester inklusive der Orientierungswoche wird in Präsenz stattfinden. Damit wir sicher auf dem Campus zusammenkommen können, ist es wichtig, dass wir uns alle an die Regeln halten. Nutzen Sie die offiziellen Gebäudezugänge, weisen Sie sich aus, tragen Sie Maske und halten Sie, überall wo es möglich ist, trotzdem Abstand. Beachten Sie die allgemeinen Hygieneregeln. Und wenn Sie noch ungeimpft sind, lassen Sie sich impfen, sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegensprechen. Alle Bremer:innen ab 18 Jahre können sich inzwischen täglich von 8 bis 18 Uhr ohne Termin im Bremer Impfzentrum auf der Bürgerweide impfen lassen. Vorort kann zwischen den Impfstoffen von BioNTech, von Moderna und von Johnson & Johnson gewählt werden. Das Impfzentrum schließt aller Voraussicht nach Ende September. Lassen Sie diese Gelegenheit nicht verstreichen und schützen Sie sich und Ihre Kommiliton:innen oder Kolleg:innen mit einer Impfung.
Herzliche Grüße und bleiben Sie zuversichtlich
Ihr Rektorat

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Datenkrake Jugendberufsagentur - mit "YouConnect" in die digitale Totalerfassung der Jugend

JBA wem nützen sieMit Stand: 10. Februar 2021 liegt nun ein fragwrüdiger Entwurf einer "Vereinbarung zur Durchführung der Initiative "Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss" vor, zwischen der Bundesrepublik Deutschland (Bund), vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), der Bundesagentur für Arbeit (BA), vertreten durch die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen (RD-NSB), und der Freien Hansestadt Bremen, vertreten durch die Senatorin für Kinder und Bildung (SKB), die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport (SSJIS), und die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa (SWAE). Darin ist u.a. zu lesen:

"2.2 YouConnect - IT-Verfahren als Unterstützung der rechtskreisübergreifenden Fallarbeit in Jugendberufsagenturen
Um die gemeinsame Fallarbeit der Sozialleistungsträger SGB III, SGB II und SGB VIII technisch zu unterstützen, arbeiten das BMAS und die BA an datenschutzrechtlich abgesicherten Möglichkeiten. Seitens der BA wird nun ein IT-Verfahren namens „YouConnect“ eingeführt und den Partnerakteuren aus Jobcenter und Jugendhilfe zur Verfügung gestellt. Es wird sich bei dem IT-Verfahren um einen „digitalen Konferenztisch“ handeln, der es den Trägern einer Jugendberufsagentur ermöglicht, gemeinsame Fallbearbeitungen, Dokumentationen und Absprachen durchführen zu können. Das datenschutzrechtliche Einverständnis des jeweiligen jungen Menschen wird dabei im System hinterlegt. Ziel ist es, Jugendliche passgenauer unterstützen und Doppelförderungen vermeiden zu können. Nach Möglichkeit sollen die eigenen IT-Verfahren der jeweiligen JBA-Akteure an das IT-Verfahren YouConnect angeschlossen werden können. Wo dies nicht möglich ist, wird der Zugang über ein Webportal sichergestellt. Der Betrieb hat noch im Jahr 2020 begonnen."

Die hiermit nun rechtkreisübergreifend, digital, totalverfolgten Jugendlichen haben nach der Logik dieser so wohltätig klingenden Jugendberufsagenturen

  • nicht etwa wegen der aktuellen Wirtschaftskrise (tausende kleine und mittlere Unternehmen gehen wegen der verfügten Berufsverbote in Insolvenz)
  • nicht etwa wegen fehlender Ausbildungstellen und fehlender überbetrieblicher (sozialpädagogisch geförderter) Ausbildungstellen,
  • nicht etwa wegen der finanziell ausgetrockneten Jugendberufshilfe nach SGB VIII,

keine Perspektive, sondern angeblich weil sie nicht genug informiert seien und weil sie (wenn sie die angebotenen "Parkmaßnahmen" nicht annehmen) als nicht "aktvierungswillig" ettiketiert werden können; und dann dann "hört der Spaß auf", dann drohen ihnen Sanktionen.

"Lasst die Schulen offen!"

die schule den schülerinnen

"Lasst die Schulen offen!", forderte am Wochenende [22.11.2020] ... die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin als Dachverband der kinder- und jugendmedizinischen Gesellschaften in einer Stellungnahme. Der Lockdown vom Frühjahr habe gezeigt, welch weitreichende negative Folgen die Schulschließungen für Kinder hatten. Zunehmend zeigten Daten, dass die ursprüngliche Befürchtung von Schulen als Infektions-Hotspots sich nicht erfüllt habe. Zwar gebe es Corona-Infektionen an Schulen, es komme dort "aber nur selten zur Ausbreitung auf weitere Personen. Hinweise auf Ausbrüche mit vielen nachgewiesenen sekundären Infektionsfällen (sogenannte Superspreader-Events) gibt es bisher nicht". Quelle: Süddeutsche Zeitung 22.11.20109

Update 27.11.2020, Bildzeitung: Was allerdings die Corona-Verordnungen (ständiges Lüften im Winter und Maskenzwang) in den Schulen für einen Stress auslösen können, davon zeugt der Streik von über 700 SchülerInnen im Bremerhavener Schulzentrum Carl von Ossietzky. Dort gehen ca. 4000 SchülerInnen zur Schule: Die Schüler frieren durchs Lüften, können wegen steifer Finger kaum Schreiben. Brillenträgern mit Maske beschlagen ständig die Gläser. Abstand halten in Bussen und Haltestellen – kaum möglich! Viele Schüler klagen durchs lange Masken-Tragen über Kopfschmerzen oder fühlen sich müde und matt. Die Mensa ist für Oberschüler dicht. Hungrige Gymnasiasten drängen sich stattdessen im Supermarkt um die Ecke.

Krake Bertelsmann – eine Macht ohne Mandat

Ein Gespräch mit Dr. Matthias Burchardt, Akademischer Rat, Universität zu Köln; Dr. Joachim Paul Abgeordneter der Piratenfraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen: Moderation Rainer Thiem Peira – Gesellschaft für politisches Wagnis e.V. ;Ort: Cum Laude Restaurant Humboldt-Universität zu Berlin

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