Endgültiges AUS für Bremer "grünen" Stahl - Gründe: Stromkosten, CO2 Bepreisung, fehlender Wasserstoff, Importkonkurrenz

von Rodolfo Bohnenberger

ArcelorMittal Stahlwerk BremenDie Bremer RGR Regierungspolitik hat zusammen mit Robert Habeck jahrenlang Grüne-Stahl-Wasserstoff-Illusionen verbreitet und Fakten ignoriert. Sie plante hunderte Millionen Steuergelder in den Mittal-Stahl-Weltkonzern zu pumpen und ließ wirtschaftliche Vernunft vermissen. Die harte Landung im realen Hier und Jetzt erfolgte nun endgültig Mitte April 2026. Sie bedeutet, dass Bremer Stahl weiter mit Kohle (und natürlich Eisenerz) hergestellt wird, neue Investitionen in das Bremer ArcelorMittal Stahlwerk eher ausbleiben dürften und die Deindustrialisierung fortschreitet. Erfahren tun wir das (wie peinlich für die hiesige Presse- und Medienlandschaft) erst mal nur von Axel Schuller in seinem Blog bremensogesehen: "ArcelorMittals grüner Stahl nur aus Dünkirchen" 

Selbstgemachte Deindustrialisierung 

"Es geht nicht um den einen Standort, es geht um die Zukunft der deutschen, der europäischen Stahlindustrie." (...) "Ändert sich nichts an diesen Rahmenbedingungen, dann steht die deutsche Stahlindustrie auf der Kippe." Das schrieb Peter Sörgel - von 1983 bis 1996 Betriebsratsvorsitzender der Klöckner Werke, später Stahlwerk Bremen - hier bei aufstehen Bremen am 1.10.2025. Als Gründe führt er an: "... hohe Stromkosten, steigende CO2 Bepreisung, kein Wasserstoffnetz, Importe aus China und Osteuropa usw. Das gilt auch für ThyssenKrupp und Salzgitter, die ähnlich handeln, wenn sie weitere Investitionsentscheidungen verschieben."

Gegen die Physik und den Markt ansubventionieren?

Wir zitierten hier am 20.08.2024 Jochen Zimmermann, Wirtschaftsprofessor an der Bremer Uni mit seinen Kommentar (Auszug aus WK 18.0802026): "Mit 250 Millionen Euro will Bremen das Stahlwerk von ArcelorMittal subventionieren, der Bund legt noch einmal 600 Millionen Euro drauf. Damit soll der Weg zu einer klimaneutralen Stahlproduktion geebnet werden. " ... Doch kann man gleichzeitig gegen die Gesetze der Physik und des Marktes ansubventionieren?"  Zimmermanns Resümee: "Ein grünes Wirtschaftswunder wird es für die Stahlindustrie nicht geben. Das Geld der Steuerzahler hat eine bessere Verwendung verdient." - Wir zitierten an gleicher Stelle das "Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung": Es sei „aus fundamentalen physikalischen und ökonomischen Gründen unrealistisch, sämtliche energieintensiven Produktionsschritte grüner Grundstoffe in Zukunft in Deutschland durchzuführen. Dies politisch erzwingen zu wollen, sei der falsche Weg."

Wie die europäische und deutsche Waserstoffstrategie am Eisberg der Realtität zerschellen wird

Der international anerkannte Bremer Prof. Dr. Peitgen veröffentllchte im Dezember 2025 in einem Video eine Folienpräsentation mit einer ausführlichen Analyse: "Milliarden für nichts? Was wirklich hinter der Wasserstoffwirtschaft steckt"

Die CO2-Bepreisung muss fallen und die preisgünstigen Energielieferungen aus Russland müssen wieder hergestellt werden, wenn Deutschland den selbstverschuldeten Deindustrialisierungsprozess stoppen will.