Beirat Horn-Lehe: Beschluss zur auskömmlichen Finanzierung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Freizis Planungssicherheit WK9.4.2026Dieser Beschluss vom 19.03.2026 macht Mut und ist ein Vorbild für alle anderen Beiräte in Bremen. In dem Beschluss des Beirats Horn-Lehe auf Antrag von Manfred Steglich heißt es zu Beginn::

"Der Beirat Horn-Lehe nimmt zur Kenntnis, dass die Privatisierung der ehemals städtischen Freizeitheime („Offene Kinder- und Jugendarbeit“, OKJA) in Bremen im Zeitraum von 1995 bis 2007 im Wesentlichen mit dem Ziel der „Haushaltsentlastung“ erfolgte. Die Einrichtungen wurden an freie Träger übertragen, ohne ihnen eine eigenständige, verlässliche Finanzierungsgrundlage zu sichern. Diese Ausgangslage ist bis heute eine zentrale Ursache der chronischen Unterfinanzierung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bremen. Der Beirat Horn-Lehe richtet seinen Haushaltsantrag auf die Verabschiedung eines strukturell nachhaltigen Finanzierungsrahmens für die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Dabei geht es darum, die Ausstattung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im im Bereich des Sozialzentrums 5 ab dem Haushaltsjahr 2027 sowie die darauf folgenden Jahre dauerhaft bedarfsgerecht zu gestalten. ... "

ManfredSteglichWeiter heißt es: "Dabei erfüllt die Offene Kinder- und Jugendarbeit einen unverzichtbaren pädagogischen, sozialen und präventiven Auftrag. Sie schafft verlässliche Anlaufstellen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien, fördert soziale Teilhabe und stärkt demokratische Kompetenzen. Ein Abbau dieser Struktur schränkt nicht nur das Angebot im Bremer Nordosten erheblich ein, sondern führt auch zu Mehrbelastungen in anderen Bereichen – wie beispielsweise bei den Hilfen zur Erziehung und weiteren – der Jugendhilfe."

Ergänzender Kommentar: Es geht dabei nicht nur um die "ausgehungerten" niedrigschwelligen, offenen, sozialräumlichen Angebote der OKJA. Die LAG (Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege) wendet sich in ihrer Stellungnahme vom 17.06.2025 "ausdrücklich gegen eine pauschale Nullrunde bei den Zuwendungsbeträgen. „Von dieser Nullrunde sind alle Bereiche der sozialen Daseinsvorsorge betroffen, z.B. Frühberatungsstellen, Kinder und Jugendarbeit, Bürgerhäuser, Arbeit mit Geflüchteten bis hin zur Seniorenarbeit.“ ... "Die geplanten Einsparmaßnahmen werden spürbare Auswirkungen auf die Angebotslandschaft der Stadt haben und die Träger zum Teil vor gravierende Herausforderungen stellen".