Wir veröffentlichen hier die aktuelle - kontrovers diskutierte - Initiative des BSW im Vorfeld der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. (Quelle: https://bsw-vg.de/bsw-fordert-duell-mit-afd/ sowie den Download des Briefes von BSW an die AFD)
"Leider verkommt der Öffentlich-Rechtliche-Rundfunk zunehmend zu einem propagandistischen Staatsfunk. Was der ÖRR und die großen Talkshows nicht mehr leisten, wollen wir daher selbst in die Hand nehmen. Eine kontroverse Debatte auf einem großen Marktplatz im Osten der Republik zwischen den bekanntesten Gesichtern zweier Parteien, die aus unterschiedlichen Gründen vom Mainstream bekämpft werden: Sahra Wagenknecht gegen Alice Weidel.
Zwischen der AfD und dem BSW gibt es wesentliche Unterschiede. Wir sind der Meinung, dass die Zustimmung der AfD zur Hochrüstungspolitik der Bundesregierung und ihre enge Verbundenheit zu US-Präsident Donald Trump nicht im deutschen Interesse liegt. Das BSW fordert die Rückkehr zu russischem Öl und Gas, will aber auch die Abzocke der Mineralölkonzerne beenden. Wir sagen, dreht Nord Stream wieder auf, auch damit wir nicht länger von Trump erpressbar sind. Wir wollen Milliardäre und extrem hohe Erbschaften angemessen besteuern, die AfD lehnt dies ab. Das BSW will Migration reduzieren und Gewalttäter konsequent abschieben, weil Deutschland überfordert ist. In Ihrer Partei wird von einem Teil auch Stimmung gegen Menschen gemacht, die hier seit Jahrzehnten leben, sich an die Regeln halten, Steuern zahlen und zum Teil mittlerweile deutsche Staatsbürger sind. Wichtige Politiker Ihrer Partei rechtfertigen die Kriege der USA und Israels. Die AfD kritisiert zu Recht, wie das BSW, immer engere Meinungskorridore, aber auch die AfD kündigt an, in Universitäten und Schulen hineinregieren zu wollen und propagiert Meldestellen – ähnlich wie bei links-grün, nur mit umgekehrten Vorzeichen. All dies sind Gründe, mit offenem Visier zu debattieren und die Positionen von AfD und BSW in der Öffentlichkeit zu klären.
Um das Duell Wirklichkeit werden zu lassen, haben sich unsere Parteivorsitzenden Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali sowie unser Generalsekretär Oliver Ruhnert in einem Brief an die AfD-Spitze gewandt, den Ihr hier nachlesen könnt": https://bsw-vg.de/wp-content/uploads/2026/06/Brief_Weidel_Chrupalla.pdf.pdf
update 2. Juli 2026 - BSW Newsletter an die Unterstützer: Liebe Mitglieder, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, was für eine Aufregung im Blätterwald: Das BSW „diene sich der AfD an“, heißt es da, wir würden „Steigbügelhalter“ auf ihrem Weg zur Macht, von einem „Geheimbrief“ ist die Rede und von einer „Kursänderung“. Was stimmt davon? Nichts!
Die Parteivorsitzenden und der Generalsekretär des BSW haben einen Brief an die Parteivorsitzenden der AfD geschrieben und darin das Angebot unterbreitet, unsere Wahlkampfbühnen in Magdeburg und Schwerin für einen öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sahra Wagenknecht und Alice Weidel bereitzustellen, weil wir davon ausgehen, dass eine solche Diskussion viele Wähler in den betreffenden Bundesländern interessieren würde.
Darüber hinaus haben wir in dem Brief noch einmal zum Ausdruck gebracht: Unser Wahlziel ist die Abwahl der Amtsinhaber von CDU und SPD und ihre Ersetzung durch überparteiliche Ministerpräsidenten, die in wichtigen Fragen den Mehrheitswillen der Menschen im Osten vertreten sollen. Also Persönlichkeiten, die den Unterrichtsausfall stoppen, sich für diplomatische Initiativen im Ukraine-Krieg aussprechen, sich für ein Ende der Russlandsanktionen und eine Reaktivierung von Nord Stream einsetzen, die die Meinungsfreiheit verteidigen, eine grundlegende Reform des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks voranbringen und im Bundesrat Initiativen für bessere Renten und eine Besteuerung milliardenschwerer Erbschaften und Vermögen starten.
Diese überparteilichen Ministerpräsidenten sollten Regierungen bilden, die mit wechselnden Mehrheiten regieren, selbstverständlich auch unter Einbeziehung der AfD. Wer glaubt, eine Partei, die von rund 40 Prozent der Wähler gewählt wird, könne man stoisch weiter ausgrenzen, hat offenkundig nicht verstanden, was Demokratie bedeutet.
Auch wir wissen, dass es in der AfD Mitglieder und auch Funktionäre mit rechtsextremen Positionen gibt, die ein anderes Deutschland wollen, das wir ablehnen. Aber angesichts des selbstgefälligen BSW-Bashings der Altparteien und des ihnen gewogenen Journalismus möchten wir daran erinnern: Wer hat die AfD denn zu der nach jetzigen Umfragen stärksten Partei in Deutschland gemacht? Wer ist verantwortlich dafür, dass sie im Osten nur noch knapp von der absoluten Mehrheit entfernt ist? Doch nicht das BSW! Das waren doch genau jene Altparteien, die unser Land mit ihren fatalen politischen Fehlentscheidungen in die größte Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik geführt haben, die die Kaufkraft von Löhnen und Renten rücksichtslos gesenkt und Unsicherheiten und Zukunftsängste der Bürger massiv erhöht haben. Und die uns mit ihrer aktuellen Russlandpolitik geradewegs in einen Krieg führen, was sehr vielen Menschen zu Recht große Angst macht. Auch deshalb ist unser Wahlziel die Abwahl der amtierenden Ministerpräsidenten von CDU und SPD, weil das auch die Regierung Merz zu Fall bringen dürfte. Und das wäre ein Segen für unser Land!
Wenn sich jetzt ausgerechnet die wirklichen Steigbügelhalter einer immer stärkeren AfD über das BSW empören, ist das erkennbar nur der Versuch von ihrer eigenen Unfähigkeit abzulenken. Wir sollten uns dadurch nicht verunsichern lassen. Wir bleiben dabei: Die Brandmauer ist gescheitert. Es braucht einen demokratischen Neubeginn.
Inzwischen hat AfD-Chefin Weidel unserem Angebot eine Absage erteilt. Das wirkt äußerst unsouverän und wenig selbstbewusst. Die AfD will große Anti-Establishment-Partei sein, verhält sich aber wie eine Altpartei. Vielleicht, weil die AfD längst im Hintergrund mit der CDU verhandelt, um sich ihre Machtbasis zu sichern? Auch dann fiele nach der Wahl die Brandmauer, von dem versprochenen Neubeginn könnte dann allerdings keine Rede mehr sein. Auch das zeigt: Wer das Weiter so abwählen will, muss das BSW in die Landtage wählen!
Der Wahlkampf nimmt jetzt an Fahrt auf. Gemeinsam mit unserer Parteivorsitzenden Amira Mohamed Ali haben am Mittwoch sowohl in Magdeburg unsere Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Thomas Schulze und Claudia Wittig, als auch in Schwerin unsere Spitzenkandidaten in Mecklenburg-Vorpommern, Peter Schabbel und Sabine Firnhaber unsere Kampagnenmotive vorgestellt. Für uns ist klar: Der Osten bleibt anders! Das BSW: Gefährlich ehrlich.
„Der Osten bleibt anders“ ist mehr als nur eine Botschaft – es ist eine Haltung. 35 Jahre nach der Wende tickt der Osten immer noch anders als der Rest der Republik. Niedrigere Löhne, weniger Eigentum, geringere Altersbezüge sind bis heute Realität. Die Wählerinnen und Wähler im Osten haben es in der Hand, mit der Abwahl der bisherigen Ministerpräsidenten auch dem unbeliebtesten Kanzler in der bundesdeutschen Geschichte die Rote Karte zu zeigen.
Immerhin: Nach unserem Beschwerdebrief an die Öffentlich-Rechtlichen über die BSW-Blockade von ARD und ZDF ist Fabio De Masi nach langer Zeit in der Sendung „Markus Lanz“ zu Gast gewesen. Eine sehenswerte Talkrunde über den Realitätsverlust von Kanzler Merz, die notwendige Beendigung des Ukraine-Kriegs und unseren Ansatz, die AfD politisch zu stellen, statt durch unsinnige Brandmauern, die wir immer kritisiert haben, weiter zu stärken.
Herzliche Grüße
Fabio De Masi, Amira Mohamed Ali, Oliver Ruhnert und Sahra Wagenknecht










