Prof. Dr. Helmut Pollähne: "Ich denke, hier wiederholt sich was..."

Wenn Gerichte anfangen über Kunst zu verhandeln, ist bereits ein kritischer Zustand im Land der Meinungsfreiheit erreicht. Die politischen Bildmontagen von Rudolph Bauer, die schon immer eine antimilitaristische und antifaschistische Handschrift trugen, werden nicht in Galerien innerhalb der Zivilgesellschaft diskutiert, sondern lösten eine rechtswidrige Hausdurchsuchung aus und sind Gegenstand einer Justiz geworden, die von regierungsseitig installierten Denunziationsstellen instrumentalisiert wird. Der Verteidiger und Strafrechtswissenschaftler Prof. Dr. Helmut Pollähne zieht folgendes Fazit: "Hier wiederholt sich was, wo man eigentlich gehofft hätte, dass man gerade in Deutschland aus der Geschichte gelernt hat, dass die Gefahren ausgehen von der Bürokratie und Polizei und Justiz."