In diesem eindringlichen Beitrag blickt Patrik Baab zurück auf seine Zeit als Korrespondent in London und zieht eine blutige Bilanz: Hinter der glitzernden Fassade der City of London und dem Casinokapitalismus verbirgt sich ein System, das Kriege nicht nur in Kauf nimmt, sondern sie zur eigenen Existenzsicherung benötigt. Am Beispiel des Irak-Kriegs 2003 und der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine zeigt Baab auf, wie Bodenschätze und Ressourcen als neue Sicherheiten für ein kollabierendes Finanzsystem dienen. Er beleuchtet das Schicksal derer, die den Preis für diesen Reichtum zahlen – von den ukrainischen Frauen im Londoner „Chelsea Cloisters“ bis hin zu den Arbeitern im Donbas. In diesem Beitrag geht es um: – Der Tatort London: Wie die City of London als extralegale Zone und mächtigste Finanzlobby der Welt Kriege finanziert und vom Chaos profitiert.
– Bankers Wars: Warum Ressourcen wie Öl, Gas und seltene Erden die Grundlage für gehebelte Derivatgeschäfte sind und warum das Finanzsystem ohne neue Beute zusammenbrechen würde. – Die Rolle der Oligarchen: Wie ukrainische Vermögen in westliche Steuerparadiese verschwinden, während das Herkunftsland verarmt und deindustrialisiert wird. – Geopolitische Weichenstellungen: Die Interessen von Big Energy (Shell, Exxon, Chevron) und die Beteiligung von Akteuren wie Hunter Biden an der ukrainischen Burisma Holding. – Die blutige Bilanz: Warum der Ukraine-Konflikt und künftige Eskalationen als eine gigantische „Konkursverschleppung“ des Kapitalsystems zu werten sind. Ein Bericht über die Händler des Todes, die den Krieg brauchen, damit das Kartenhaus aus Derivaten nicht zusammenbricht.