28. Januar 2026 (Bremer Marktplatz): Kundgebung für den Erhalt der Spielkreise

(von Rodolfo Bohnenberger)  Das vom Bremer Senat beschlossene brutale Sozialkürzungsprogramm führt auch zum Aus der Spielkreise in den Häusern der Familie, das sind 19 Gruppen mit 160 Kindern.

Umkehr PräventionspyramideWelche  "Auswirkungen auf andere Angebote [das] haben könnte, erklärt sich aus der Struktur des Hauses: In der Frühberatungsstelle können Eltern Informationen zum Thema Schwangerschaft und Elternschaft bekommen, hier kommen viele Eltern zum ersten Mal in Kontakt mit dem Haus, lernen die Möglichkeiten kennen, nutzen die Spielkreise oder andere Elternangebote wie zum Beispiel das Projekt Moki, die mobile und flexible Kinderbetreuung. Dort werden Kinder ohne Krippen- und Kitaplatz betreut, wenn die Eltern für einen Sprachkurs oder zur Überbrückung eine kurzfristige Betreuung brauchen. Auch während der Schließzeiten in den Ferien können Eltern im Bedarfsfall auf das Angebot zurückgreifen." (Weserkurier 12.01.2026)

Das MOBILE Familienzentrum in Bremen Hemelingen ist eines von vielen Vorzeigeprojekten im Stadtteil für offene, präventive, ressortübergreifende, altersübergreifende Stadtteilarbeit. So wie es in den ersten Paragrafen des Sozialgesetzbuch VIII bewusst vorgesehen ist, wie auch erprobt und wissenschaftlich untermauert. 

Häuser der Familie Bremen 2025Die zu beobachtende, langsame finanzielle Erdrosselung der Familienzentren (neben der offenen Jugendarbeit) durch den Bremer Senat ist pures Gift für die Gesellschaft. Denn das heißt, dass
👉die nachbarschaftlichen Unterstützungssysteme für Kinder und Familien (und ältere Menschen) im Stadtteil geschwächt werden. 
👉dass ein Teil der Eltern, die die Spielkreise (Alternative zu den Krippen) in den ersten drei Jahren für das Wohl ihrer Kinder vorgezogen haben, diese Angebote nicht mehr vorfinden werden. Einsamkeit ist schlecht für Eltern und Kinder.
👉die durch zunehmende Armut in Bedrängnis geraten Familien immer weniger niedrigschwellige Auffang- und Stabilisierungsstrukturen finden. 
👉dass Hilfen immer mehr an die Einrichtung einer Fallakte (z.B. beim Jugendamt) gekoppelt werden (Personal & Zeit & hohe Kosten dafür inkl.)
👉als längerfristige Folge die sehr teuren eingriffsorientierten Notmaßnahmen zunehmen, bis hin zur Herausnahme der Kinder & Unterbringung in Heimen und Pflegefamilien. 
👉der "Care-industrielle Komplex", dessen Lebensader der stetige (einklagbare) "Zufluss" von fremdplatzierten Kindern in ihre Einrichtungen ist, profitiert davon und bläht sich immer mehr auf. 

👉Die bundesweit tätigen Lobbygruppen des "Care-industriellen Komplexes" sorgen bei "Reformen" der gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür, dass die von unseren Steuergeldern (meist von den Kommunen) bezahlten Pfründe für ihre Einrichtungsgstrukturen immer weiter bedient werden.

Für eine kostensichernde Grundfinanzierung der Jugendhäuser, der Häuser der Familie und der Altenbegegnungstätten!

Unter Verwendung der Thesen von Timm Kunstreich & AKS HH nach der letzten SGB VIII Reform 2021

Beschäftigte HzE nach Leistungssegment 2006 2020 D