Freiheit für Palästina Demonstration Bremen 20.12.2025

Freiheit für Palästina Demonstration in Bremen am Samstag 20. Dezember 2025 ab 14:30 Uhr Hillmannplatz - Demo über die Domsheide zur Sielwallkreuzung

Es sprachen: Ebubekir Kilinc von der Palästinensischen Gemeinde Bremen und Gisela Vormann (Deutsch-Palästinensische Gesellschaft), regelmäßige Teilnehmerin an den Palästina Mahnwachen jeden Samstag von 11:30-12:30 vor dem Bremer Dom. - Organisiert von der Palästinensischen Gemeinde Bremen und umzu e.V. und der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft. Mehr Infos: 👉https://dpg-netz-bremen.de/   👉https://www.instagram.com/pgb.ev/    DEr Wortlaut der Rede von Ebubekir Kilinc:

 "Wenn Jesus heute in Palästina geboren würde - Stellen wir uns für einen Moment vor, Jesus würde heute geboren. Nicht vor zweitausend Jahren, sondern jetzt. Nicht fern von hier, sondern in Palästina.

Er würde nicht in Sicherheit aufwachsen. Er würde lernen, was Checkpoints sind, was nächtliche Durchsuchungen bedeuten, was es heißt, Angst um Geschwister, Eltern, Freunde zu haben. Er würde früh verstehen, wie sich Macht anfühlt, wenn man keine hat. Er würde nicht aus Wohlstand sprechen, sondern aus Erfahrung. Nicht aus Ideologie, sondern aus erlebter Ungerechtigkeit. Wenn er heute öffentlich sprechen würde, würde er die Leidenden sehen. Er würde das Leiden der Palästinenser benennen, klar und ohne Umschweife. Er würde sagen, dass kein Kind als Feind geboren wird. Dass Kollektivstrafen keine Sicherheit bringen. Dass Entmenschlichung niemals Frieden schafft. Und gleichzeitig würde er Gewalt nicht verherrlichen. Er würde keinen Hass rechtfertigen, keinen Mord heiligen, keine Rache segnen. Er würde jede Ideologie ablehnen, die Menschenleben gegeneinander aufrechnen. Gerade deshalbwäre er unbequem. Für Regierungen. Fü Militärs. Für Extremisten. Für alle, die einfache Antworten wollen. Man würde ihn einen Träumer nennen. Oder einen Unruhestifter. Vielleicht einen Verräter. Vielleicht eine Gefahr. Und vielleicht würde man ihn zum Schweigen bringen. Nicht weil er Waffen trug, sondern weil Worte gefährlich sind, wenn sie Macht entlarven und Menschlichkeit einfordern."

Dies Vorstellung ist eine Mahnung an uns und eine Frage an uns alle. Würden wir heute zuhören, wenn jemand konsequent auf der Seite der Leidenden steht? Oder würden wir wegsehen, weil es politisch unbequem ist? Palästinensisches Leben ist kein abstraktes Thema. Es sind Menschen. Kinder, Familien. Zukünfte, Wer heute für Palestina eintritt,tritt nicht gegen andere Menschen ein. Sondern für Würde. Für Gleichwertigkeit. Für das einfache Recht, zu leben, ohne entmenschlicht zu werden. Das ist keine radikale Forderung. Das ist eine menschliche!