9 Milliarden Staatshilfen für die Lufthansa Aktionäre - und nun Jobs in Gefahr?

lufthansa arbeitspltzeDas liegt doch eigentlich auf der Hand! Wenn die Lufthansa, deren jetzige Aktionärsanteile nur noch 4 Milliarden wert sind, neun Milliarden Euro Staatshilfen bekommt, dann müssen wir Steuerzahler mithilfe von Artikel 15 Grundgesetz diesen Konzern in eine belegschaftsgeführte Stiftung überführen, den tausenden Beschäftigen eine neue Perspektive ermöglichen, in sinnvollen Produkten, Leistungen und Mobilitätskonzepten, auch wenn das eine Weile dauert. Nur so machen "Rettungspakete" Sinn, alles andere ist Umverteilung von unten nach oben (zu den Aktionären) und Massenentlassungen. Wie kann eine Regierung, die "Schaden vom deutschen Volke abwenden" will, uns ernthaft sowas verkaufen wollen? Das gleiche gilt für die Automobilkonzerne, die Flugzeugbauer, die Stahlwerke, die Kohleindustrie und und und ...

Update 18.06.2020:

Milliardär und Großaktionär Heinz Hermann Thiele hatte während anrollenden Pandemie als Investor "Lunte gerochen" und seinen Aktionärs-Anteil an der Lufthansa von 2 auf nun schon  über 15 Prozent erhöht. Thiele forderte in einem Interview mit der FAZ (17.06.2020)  Änderungen am neun Milliarden Euro schweren staatlichen Rettungspaket. Thiele sagte: »Die Lufthansa braucht für Sanierung und Gesundung keine Staatsbeteiligung. Wenn die Bundesregierung hilft, dann soll sie das minimalinvasiv machen und sich nicht mit allen möglichen Rechten ausstatten lassen.« Er brachte als geschickter Verhandler die Option ins Spiel, die Lufthansa durch ein 3-monatiges Insolvenzverfahren (incl. Schutzschirmverfahren und Massekredit vom Staat) zu "sanieren", was wahrscheinlich noch viel brutalere Massentlassungen zur Folge hätte.

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