Einweihung DENKMAL der IG Metall-Jugend GEGEN DEN KRIEG

DSC05668Am 1. September 2019 wurde ein neues Denkmal gegen den Krieg vor dem Lidice-Haus auf dem Stadtwerder enthüllt. Es wurde von Auszubildenden bei Arcelor-Mittal gefertigt. Darauf, in glänzendem Edelstahl geprägt: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Es ist der Schwur der Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald nach ihrer Befreiung. Die IG-Metall-Jugend will damit ein Zeichen setzen gegen Aufrüstung und Rechtsradikalismus.

Die feierliche Enthüllung steht außerdem im Kontext eines Veranstaltungsreigens des Bremer Friedensforums und des DGB rund um den 1. September. Seit 1957 erinnern jedes Jahr bundesweit Gewerkschaften und Friedensgruppen an diesem Jahrestag an den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen.

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Bereits 1995 hatten junge Gewerkschaftsmitglieder auf dem Stadtwerder ein Denkmal mit diesem Schriftzug errichtet, um 50 Jahre nach Kriegsende an die zahlreichen Opfer der NS-Diktatur zu erinnern. Der Platz war damals gegenüber der Gaststätte „Der Kuhhirte“ gewählt worden, weil damals noch im hinteren Grundstücksbereich eine Jugendbildungsstätte der IG-Metall beheimatet war. Doch die gibt es seit einigen Jahren nicht mehr, weswegen das alte Denkmal etwas in Vergessenheit geraten und nur noch mit Mühe auffindbar war.

Zur Enthüllung des neuen Denkmals fanden sich ca. 90 Personen ein, um am 1. September an den Überfall auf Polen der Nazi-Wehrmacht vor jetzt 80 Jahren zu gedenken. Auf der Veranstaltung sprachen u.a. Volker Stahmann (Geschäftsführer der IG Metall Bremen und Bürgerschaftsabgeordneter SPD), John Gerardu („Denkorte“), Martin Rott (IG Metall-Jugend), Olan Scott Pinto (Lidice-Haus), Joachim Schuster (Abgeordenter EU-Parlament SPD) und Annette Düring (Geschäftsführerin DGB-Region Bremen-Elbe-Weser). Das alte Denkmal soll übrigens künftig im Eingang des DGB-Hauses aufgestellt werden.

Vor dem jetzt enthüllten Denkmal wird in Kürze eine Stehle mit Inschrift und Erklärung angebracht. Damit gehört dieser Ort zum Lehrpfad der Erinnerungsorte an die Nazi-Verbrechen.

Bei der IG-Metall denkt man seit einiger Zeit darüber nach, wie die Erinnerung an die Zeit des Faschismus wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden kann. "Zunächst wollten wir das alte Denkmal zum zweiten Mal aufarbeiten und den Platz drumherum erneuern", so Volker Stahmann in einem Gespräch am 28. August mit dem Weserkurier. Er bezeichnet es aber dann als "glückliche Fügung", dass die Neustädte Denkorte-Initiative einen neuen Vorschlag in Spiel gebracht hatte: den neuen Standort am Lidice-Haus. Die Arbeit des Lidice-Hauses passe thematisch jetzt wunderbar dazu. „Es geht dort ganz viel um antifaschistische Jugendarbeit und dorthin kommen wirklich viele junge Menschen, da ist unser Denkmal wunderbar aufgehoben“, findet Stahmann. Im Sinne der damaligen IG-Metall-Jugendbildungsstätte könne so besser als zuvor an die geschichtlichen Erfahrungen und Zusammenhänge erinnert werden.

Der neue Standort am Weg zum Krähenberg wird jetzt ein wichtiger Teil im schon bestehenden Erinnerungslehrpfad der "Denkorte" zu den Nazi-Verbrechen in der Bremer Neustadt. Die Denkorte-Initiative setzt sich dafür ein, dass Verbrechen des Faschismus ebenso wie Widerstandshandlungen dagegen auf lokaler Ebene sichtbar gemacht werden. Nähere Informationen unter www.spurensuche-bremen.de.

Der Aufbau des neuen Denkmals und der Stele der Denkorte-Initiative Neustadt wurde ermöglicht durch Mittel der IG-Metall Bremen, des Beirats Neustadt und durch Spenden. Das Layout der Stele wurde aus Programmmitteln Soziale Stadt finanziert. Weitere Infos unter www.spurensuche-bremen.de

 

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