"Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!" Antikriegstag in Bremen und Delmenhorst

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Am traditionellen Antikriegstag in Bremen beteiligten sich am Sonnabend mehrere hundert Teilnehmer. Aufgerufen hatten der DGB Bremen, das Bremer Friedensforum, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt, die Nordbremer Bürger gegen den Krieg. Der DGB hatte in diesem Jahr einen Aufruf verfasst, dem sich die anderen Organisationen anschlossen. Auch Aufstehen Bremen war mit einem eigenen Unterstützungs Flyer dabei.

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„NIE WIEDER KRIEG! NIE WIEDER FASCHISMUS!“ Das ist die Antwort der Gewerkschaften auf das unermessliche Leid, das Nazi-Deutschland über die Welt gebracht hat als es am 1. September 1939 Polen überfiel und damit die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs auslöste. Achtzig Jahre nach Beginn des grauenhaften Vernichtungskriegs der Nazis haben wir allen Anlass, am Antikriegstag daran zu erinnern, wohin das Wiedererstarken von blindwütigem Nationalismus und Militarismus, von Menschenfeindlichkeit und Rassismus führen kann. Demokratie, Frieden und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen entschlossen verteidigt werden. Das weiß niemand besser als wir Gewerkschaften. Deshalb waren wir von Anfang an zentraler Teil der Friedensbewegung und haben zu ihren Erfolgen beigetragen. Wir wissen aber auch: Unser Kampf gegen Faschismus, nationalistische Kriegstreiberei und besinnungsloses Wettrüsten ist längst nicht vorbei. Im Gegenteil: Wir leben heute in einer Welt, in der unser gewerkschaftlicher Einsatz für eine starke Friedensbewegung besonders gefordert ist. (...)
der ganze Aufruf hier https://bremen.dgb.de/termine/++co++ba67590e-c4e4-11e9-926b-52540088cada/@@dossier.html

Auffallend war: die SPD Bremen hatte sich offenbar an ihre große Zeit der Friedenspolitik unter Willy Brandt und Egon Bahr erinnert und sich in diesem Jahr stark beteiligt. Auch mit viel Prominenz (u.a. der neue Bürgermeister Andreas Bovenschulte, die Landesvorsitzende Sascha Karolin Aulepp, Willy Lemke, Arno Gottschalk, Angelina und Peter Sörgel). Die Linkspartei Bremen allerdings war wieder schwach vertreten. Aber immerhin: Cornelia Barth (Landessprecherin), Olaf Zimmer , Mazlum Koc (beide neu gewählt in die Bürgerschaft) und einige andere hielten die LINKE-Fahne hoch.

Die Begrüßung und Moderation hatte Inge Danielzick vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt übernommen. Es folgten die Reden von Herbert Behrens (ver.di, Linkspartei), Barbara Heller (Bremer Friedensforum) und Mesut (einem Vertreter von Kon-Med - Konföderation der Gemeinschaften Kurdistands in Deutschland.)
Ihre Reden können hier nachgelesen werden.
Die Rede von Barbara Heller hier
Die Rede von Herbert Behrens hier
Die Rede von Mesut, einem Vertreter von Kon-Med - Konföderation der Kurden in Deutschland


Auch in Delmenhorst wurde, wie der Delmenhorster Kurier am 1.9. berichtete,  dem nunmehr 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges gedacht. Hervorzuheben dabei der 70-jährige Journalist Helmuth Riewe. Der hatte "am Sonntag bei der Gedenkveranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Volkshochschule (VHS)  noch einmal an die Rolle von Soldaten erinnert, die in Delmenhorst stationiert waren. Denn die Piloten der dritten Gruppe des Kampfgeschwaders 27 Boelcke starteten an jenem 1. September 1939 von Adelheide aus in den Krieg, warfen ihre Bomben über Warschau ab."

Dieses bisher wenig belechtete Kapitel Delmenhorster Fliegerhorst-Geschichte soll nun aufgearbeitet werden, haben doch die Piloten des "Boelke-Geschwaders" im Verlauf des Krieges viele Städte brutal in Schutt und Asche gelegt incl. der dort lebenden Zivilisten, Männer, Frauen, Kinder und Alte, ein Kriegsverbrechen, auch nach damaligem Völkerrecht. Diese Einsätze erinnern in ihrer Unmenschlichkeit an die Auslöschung der Stadt Guernica durch deutsche Piloten im spanischen Bürgerkrieg. Der Artikel des Delmenhorster Kurier berichtet weiter:

"Riewe zitierte noch einen Vers aus dem 1947 erschienenen Gedicht "Sag Nein (Dann gibt es nur eins!)" von Wolfgang Borchert, das er sich inhaltlich zu eigen mache, wie er sagte: „Du. Pilot auf dem Flugfeld. / Wenn sie Dir morgen befehlen, / Du sollst Bomben und Phosphor über die Städte tragen / dann gibt es nur eins: Sag Nein!“ Wobei Riewe noch ein wenig weiterging, weil er auch den Bremer Lyriker Rudolph Bauer zitierte, der in seinem 2018 erschienenen Band „Aus gegebenem Anlass“ ebenfalls Borchert aufgriff – und in die Jetztzeit übertrug: „wenn sie dir jedoch / keinen auftrag erteilen / nicht bomben befehlen / zu werfen und phosphor / sondern aufklärungs- / fotos zu liefern / für den einsatz von drohnen / um zivilisten / irgendwo weit weg / bei hochzeits- / gesellschaften / zu töten / um kinder und alte /die man des terrors bezichtigt / präziser zu treffen / maustot / und dabei städte in schutt und asche / zu legen für den profit / des wiederaufbaus danach / dann gilt noch immer / nur eins" …


Frieden heute kann es nur geben mit radikaler Abrüstung und Friedensdiplomatie, mit dem Stopp der US-AirBase in Ramstein und Abzug der Atomraketen aus Büchel. Sanktionen gegen Russland müssen beendet werden, Rückkehr zum Dialog ! Die UN Charta und das Völkerrecht müssen unsere Leitbilder sein. Sie wurden nach Millionen Toten und unsäglichen Verwüstungen im 2. Weltkrieg als große zivilisatorische Errungenschaft von den Völkern weiterentwickelt und 1945 gesetzlich verankert.

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