Norman Paech: Menschenrechte, Geschichte und Gegenwart – Anspruch und Realität (Neuerscheinung)

paech MenschenrechteZitat aus dem Kapitel "Das Völkerrecht und die Instrumentalisierung der Menschenrechte":

"Den großen Mächten geht es um die Erweiterung des Legitimationsrahmens für den Krieg als Mittel der Politik. Zur Rechtfertigung ihrer interventionistischen Absichten bedienen sich diese Staaten vornehmlich dreier moderner Gründe:

- Kampf gegen den internationalen Terror

- Verhinderung des Erwerbs bzw. Beseitigung bereits bestehender Massenvernichtungsmittel

- Schutz der Menschenrechte.

Dabei fällt auf, dass in dem Maße, in dem der Terror  oder die Massenvernichtungsmittel als Begründung zweifelhaft werden, die Menschenrechte als "Ausfallbegründung" in den Vordergund treten. Die "humanitäre Intervention" ist seit ihrer Neuerfindung zur Rechtfertigung der Bombardierung Jugoslawiens im Frühjahr 1999 zur ständigen Reservelegitimation völkerrechtswidriger Interventionen geworden."

Beteligt euch am globalen Aufruf zur Rettung des Völkerrechts, hier der LINK.

Der Papy Rossa Verlag bringt dieses neue Buch von Norman Paech im August 2019 mit dem folgenden Begleittext raus:  "Menschenrechte, Geschichte und Gegenwart – Anspruch und Realität - Neuerscheinung . Menschenrechte werden in jüngerer Zeit als Standardlegitimation einer aggressiven Außenpolitik und militärischer Interventionen herangezogen. Sie verdecken die strategischen Interessen der Sicherung von Rohstoffen, Handelswegen und Investitionen. Diese Instrumentalisierung für Weltmachtpolitik bedeutet jedoch ihre Perversion und den Verrat an ihren historischen Quellen.

Norman Paech beleuchtet das weit entfaltete Institutionengefüge, das sich seit Kodifizierung der Menschenrechte herausgebildet hat, deren Ursprung bis zur »Magna Charta libertatum« zurückverfolgt wird. Er diskutiert den Anspruch universeller Geltung der Menschenrechte, der schon durch die immer noch fortwährende Ungleichheit von Mann und Frau, den nach wie vor herrschenden eurozentrischen Blick und die Aufnahme des Eigentums in Frage gestellt wird. Große Bedeutung wird den sozialen und ökonomischen Rechten beigemessen ebenso wie den Menschenrechten der Dritten Generation, dem Minderheitenschutz, dem Recht auf Selbstbestimmung, auf Frieden, auf Entwicklung.

Norman Paech, Prof. Dr. iur., *1938; lehrte bis zu seiner Emeritierung Politische Wissenschaften an der Fakultät Jura II der Hamburger Universität und Öffentliches Recht an der Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP). 2005 bis 2009 MdB und Außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE."

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