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AG Wohnen & Stadtentwicklung

Titel:
AG Wohnen & Stadtentwicklung
Wann:
Di, 20. Oktober 2020, 19:00 h
Wo:
Ambulante Suchthilfe Bremen - Bremen , Bremen
Kategorie:
Treffen

Beschreibung

Nächstes Treffen ist am Dienstag 20. Okt. 2020 um 19:00 (Achtung 30 Minuten früher als sonst) in den Räumen der ASH Bremen, Bürgermeister-Smidt-Str. 35, Sporlederhaus. Wir sind eine überschaubare Gruppe und haben einen ausreichend großen Raum , der unter Einhaltung der geltenden Hygieneregelungen genug Lüftung und Abstand garantiert.

Klärschlammmonsteranlage OslebsVorschlag Tagesordnung:

Berichte aus verschiedenen Stadtteilen (z.b. Hemelingen/Vahr, Oslebshausen, Neustadt)

Fortsetzung unserer Sammlung und Studie zur Sozialstruktur, Konflikte und Bürgerintiativen in verschiedenen Bremer Stadtteilen/Ortsteilen, zur Bremer Stadtentwicklung mit ihren Widersprüchen, Bewohner- versurs Investoreninteressen.

Die RGR Landesregierung macht Symbolpolitik (ein paar Sozialwohnungen als Tropfen auf den heissen Stein); die Wohnungsnot für untere und Durchschnittsverdiener verschlimmert sich weiter, die Privatisierungswelle (kommunaler Boden im Hulsberg-Quartier z.B.) rollt weiter mit einer Hypergentrifizierung als Folge, und (wie in Oslebshausen zu besichtigen) es wird weiter lobbygetriebene Industriepolitik auf Kosten der Wohnbedürfnisse der Bürger gemacht.

Kann bezahlbarer Wohnraum klimaneutral geschaffen werden ? NEIN! Dafür müsste es durch ein milliardenschweres Umverteilungsprogramm flankiert werden, was mit dieser Bundesregierung absehbar nicht passieren wird ?! So wie es jetzt angepackt wird, wird es trotz hehrer Versprechungen auf eine massive Mieterhöhung hinauslaufen (der Mieterbund schätzt bis zu 2,- Euro /qm?). Die Big Player, die Wohnungskonzerne können sich wieder mal, über auf die Mieter umgewälzte "Sanierungskosten", bereichern. Und: kleine Hauseigentümer könnten mit horrenden und zweifelhaften (Feuchtigkeit ?) Isolierungsauflagen in den finanziellen Ruin getrieben werden.  Mieterhöhungen nach einer energetischen Modernisierung liegen deutlich über den tatsächlich eingesparten Heizkosten, entgegen all den wohlklingenden Hochglanzbroschüren. Es kommt letzlich zu einer Verdrängung der einkommenäremeren dort wohnenden Mieter*innen.

Ca. 160 Millionen will der Bremer  Senat in den Ausbau der Hafenanlagen in Bremerhaven verpulvern, obwohl es doch den neuen (unausgelasteten) Tiefseehafen in Wilhelmshaven für die großen Pötte gibt. Es wäre gut, Expertisen zusammenzutragen, um auf diese Geldverschwendung hinzuweisen, denn das Geld könnte z.B. für sinnvolle Stadtentwicklung verwendet werden.

Für einen geschätzten Bedarf von ca. 1000 Housing First Wohnungen, wenn nicht mehr (600 Obdachlose, 2-3000 Couchsurfer, 2-3000 Geflohene), werden nun 150 Wohnungen angemietet. Der konzeptionelle Fortschritt (eigene Wohnung sofort plus Betreuung) wird quantiativ ad absurdum geführt. Da das Progamm nun auch auf Geflohene (ebenfalls ein berechtigter dramatisch hoher Bedarf) Anwendung findet, könnte es zu unschönen Verteilungskonflikten zwischen den "zu kurz gekommenen" Gruppen kommen. Unsere Forderung im Bürgerantrag lautet: Die Bürgerschaft fordert den Senat auf,  ausreichenden und sofortigen Zugang zu bezahlbaren  Wohnungen für "Wohnungsnotfälle" zu schaffen und  bereitzustellen.  Was jetzt passiert, ist meilenweit davon entfernt.

Die Unterschriftensammlung der Bürgerantragskampagne ist weiterhin und jetzt noch verschärft durch die Corona-Hygiene-Verordnungen lahmgelegt. Es muss überlegt werden, ob unsere politische Energie dort noch sinnvoll fokussiert ist, da ab Mai 2021 die jetzige Landesregierung bereits ihre Halbzeit erreicht hat und in den entscheidenden Wohnungsfragen entweder keinerlei Bewegung zu erkennen ist (kein Mietendeckel, kein Stopp des kommunalen Bodenverkaufs) oder nur Symbolpolitik. Was wären alternative Strategien ? Angesichts einer - ohne große Öffetnlichkeit - laufenden Verarmungswelle mit nachfolgender Wohnungsverlustwelle (Mietverhältnisse-Gefährdung, Hartz IV Druck zum Wohnungswechsel ab 1.10.2020, drohende Insolvenzen und Kreditausfälle für etliche Kleinsteigentümer von Bremer Häusern) wird sich die Lage dramatisch verschlimmern.

In Berlin läuft der sehr unterstützenswerte Volksentscheid zur Enteignung der Wohnungskonzerne nun endlich an, dazu zwei LINKS:  https://www.aufstehen-bremen.org/index.php/theme-styles/ag-wohnen/550-wie-berlin-dem-mietenwahnsinn-ein-ende-bereitet-fuer-immer    und eine Video mit "Prützi": https://www.youtube.com/watch?v=t_QyCwUbfUQ

gemeingut demokratisieren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Soziale Spaltung und Wahlverhalten:

wahlverhalten nach partei


Veranstaltungsort

Standort:
Ambulante Suchthilfe Bremen
Straße:
Bürgermeister-Smidt-Str. 35
Postleitzahl:
28195
Stadt:
Bremen
Bundesland:
Bremen
Land:
Germany

About us

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team@aufstehen-bremen.org