4. Plenum von Aufstehen Bremen

Dieses Mal trafen wir uns im Nachbarschaftshaus Helene Kaisen in Gröpelingen, dessen großer Saal ideal für unsere Zwecke angepasst werden konnte. Am 16. Januar 2019 waren wir im Bürgerzentrum Vahr in größerem Rahmen. Dieses Mal sollte es kein Podium mit Reden von vorn oder gar von oben herab geben, sondern es wurde die "fishbowl"-Methode praktiziert. Sie wurde von Erich Sturm und Rodolfo Bohnenberger kurz erläutert und funktionierte an diesem Abend ganz prima und gab der Versammlung der etwa 70 Aufsteherinnen und Aufsteher einen völlig anderen Charakter. Acht Leute setzen sich in einen Kreis in die Mitte, sie dürfen reden, immer nur eine/einer, der das Mikro in die Hand nimmt.

Wer nicht mehr weiter diskutieren oder berichten möchte, verlässt den inneren Kreis, ein anderer kann seinen Platz einnehmen. Redet jemand zu lange, legt ihm ein anderer die Hand auf die Schulter und er weiß Bescheid: er beendet seinen Satz. Die Methode ist ausgesprochen freundlich, flexibel, viele kommen zu Wort, es gibt keinen Diskussionsleiter, es müssen keine DSC09626Redelisten geführt werden, es gibt kein oben und unten und also auch keine unnötigen Konfrontationen. Und die in jeder Versammlung so gefürchteten Viel- oder Langredner werden - wie gesagt - durch Handauflegen gebremst. Vor allem: immer wenn es hieß "man müsste, man sollte!" kam der Hinweis: macht es doch einfach! Ein Beispiel: es gab den Wunsch nach Ortsteilgruppen oder Stammtischen in den Stadtteilen. Ja, gute Idee, tauscht Adressen aus, ladet zu einem Treffpunkt ein, werdet aktiv. Jemand anderes, also etwa die Koordinierungsgruppe, kann es nicht für euch machen und um Erlaubnis fragen müsst ihr auch nicht. Gute Basisdemokratie!

Worüber wurde diskutiert?

  • Der 15-köpfige Koordinierungskreis wurde ohne Diskussion bestätigt.

  • Dann wurde über die Situation in Bremen gesprochen: nach einem fulminanten Start vor einem halben Jahr ist die anfängliche Begeisterung natürlich der Routine gewichen. Es ist einiges erreicht worden. Wir waren auf den Demos , die Medien wie die Webseite, Facebook, Instgram und ... sind aktuell, werden gut genutzt, der große Mailverteiler funktioniert auch und über ihn wurde der letzte Newsletter verschickt.

  • Die Frage wurde aufgeworfen, ob wir einen Verein gründen sollten, um Spenden einwerben zu können. Der Vorschlag wurde gemacht, aber verworfen. Es wird auf den Versammlungen gesammelt und die Finanzverantwortlichen (z. Zt. Marlies Hundt und Ekkehard Lentz) sehen zu, dass die Einnahmen die Ausgaben decken. Unser Spendenkonto lautet: Ekkehard Lentz (Stichwort: aufstehen), IBAN: DE47 2501 0030 0123 2683 06, BIC: PBNKDEFF.

  • Die Berichte aus den Aktionsgruppen: Frieden, Bildung, Verteilungsgerechtigkeit, Wohnen & Stadtentwicklung, Netzpolitik und direkte Demokratie nahmen mit Nachfragen und Ergänzungen den größten Raum ein. Die nächsten Termine für die Treffen sind auf der Webseite zu finden.

  • Es wurde eine neue AG "Ressourcen" gegründet. Es soll abgeklärt werden, über welche Ressourcen (Geld, Potentiale, Fähigkeiten usw.) Aufstehen Bremen verfügt. Das erste Treffen fand am 6. Mai 2019 um 17 Uhr im Cafe Lisboa, Lahnstr./Friedrich-Ebert-Str. in der Neustadt statt.

  • Wichtige Themen werden noch nicht abgedeckt, obwohl großes Interesse besteht. Z.B die Themen Umwelt, Verkehrswende und "Care" (Sorgearbeit).

  • Man sollte sich vor allem stärker mit den Bewegungen "Fridays-for-Future" und #savetheinternet vernetzen, einige sind auch schon in diesem Sinne aktiv. Hier die 'hashtags' zu twitter: https://twitter.com/hashtag/fridaysforfuture.bremen   und  instagram: https://www.instagram.com/fridaysforfuture.bremen

  • Sahra Wagenknecht hat sich bekanntlich von Leitungsfunktionen zurückgezogen, ist aber weiterhin für Aufstehen aktiv. In Berlin hat es bekanntlich Querelen gegeben, der Vorstand hat sich neu gebildet, einige haben sich zurückgezogen, neue Leute sind aktiv geworden. Die Versammlung war sich einig, dass fürs erste die Aktivitäten und der Aufbau von Strukturen vor Ort wichtig sind. Wie sich die Situation in Berlin und die so sehr vermisste bundesweite Vernetzung weiter entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Dank der Fishbowl-Methode verging die Zeit schnell, zu schnell. Denn eigentlich war noch geplant, noch eine Runde mit der Methode "Welt-Cafe" anzuschließen. Aber die Mehrheit sprach sich für die Forsetzugn der Fisch-Bowl-Debatte aus, nur zum Schluss trafen sich für 15 Minuten die Interessierten und Engagierten an den verschiedenen Thementischen für neue Absprachen.

Wann die nächste Vollversammlung stattfinden soll, wurde nicht festgelegt. Die Koordininierungsgruppe wird sich über das Wann, Wo und Wie seine Gedanken machen müssen.

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