NATO-Manöver "Defender 2020"

20 01 05 aktionsberatung hamburgIm nächsten Jahr veranstalten 19 NATO-Mitgliedsländer die Militärübung "Defender 2020", abgekürzt: DEF 20. Die Führung dieses Manövers übernehmen die USA, die dazu insgesamt 37.000 Soldaten abstellen wollen. Davon sind 17.000 bereits in Europa stationiert. Der Rest wird zusammen mit zusätzlichen Panzern und anderem Gerät aus Nordamerika eingeflogen und eingeschifft, wie die US-Streitkräfte in Europa gestern bekannt gaben. Mit 20.000 Mann wären das so viele, wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr für eine einzelne Militärübung über den Atlantik gebracht wurden. Deutschland soll bei diesem Manöver im April und Mai als "Drehscheibe" fungieren.

Laut Bundesverteidigungsministerium soll mit DEF 20 eine schnelle Verlegbarkeit größerer Truppenteile über den Atlantik und durch Europa geübt werden, um sicherzustellen, dass die entsprechenden Verfahren im Krisenfall funktionieren. Das Üben schneller Truppenverlegungen soll gemäß USAREUR-Kommandeur Christopher G. Cavoli zufolge "unsere Alliierten" beruhigen und mögliche Gegner abschrecken. Soll heißen: Das Manöver ist eine Beruhigungspille für die Osteuropäer und eine Machtdemonstration an die Adresse Russlands.

Dagegen formiert sich Widerstand: Im November trafen sich bereits rund 100 Aktivisten in Leipzig, um über Protestaktionen zu beraten. Ein Höhepunkt soll eine gemeinsame Kundgebung und Demonstration an einem zentralen Ort sein– evtl. in Magdeburg oder in Cottbus. Für den Norden gibt es am Samstag, 18. Januar 2020 um 13 Uhr im Hamburger Curio Haus ein Koordinationstreffen.

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