Wagenknecht im Focus-Interview

wagenknecht Fokus InterviewIn ihrer heutigen Team-Sahra-Mail verlinkt Sahra Wagenknecht auf ihr Interview mit Focus-online v. 14.07.19. Sehr aufschlussreich und lesenswert!

Wagenknecht zum Erfolg ihrer "Aufstehen"-Sammlungsbewegung. FOCUS: Ich frage deshalb, weil Ihre Sammlungsbewegung „Aufstehen“ ziemlich erfolglos geblieben ist – gemessen beispielsweise an „Fridays for Future“.

Wagenknecht: Es haben sich bei „Aufstehen“ in kürzester Zeit 170.000 Menschen registriert, überwiegend Parteilose: normale Arbeitnehmer, Ärmere, auch Unternehmer. Die meisten sind bis heute dabei. Richtig ist, dass es schwerer ist, diese Menschen auf die Straße zu bringen als das großstädtische linksliberale Milieu. Und dadurch, dass wir bewusst auf eine Parteigründung verzichtet haben, steht „Aufstehen“ eben auch auf keinem Wahlzettel, obwohl dafür ein Potenzial von bis zu 30 Prozent gemessen wurde.

FOCUS: Hätten Sie sich gewünscht, dass es in Deutschland mehr Demonstrationen wie in Frankreich gegeben hätte?

Wagenknecht: Ja, natürlich.

FOCUS: Warum haben Sie es nicht geschafft, mehr Leute von „Aufstehen“ zur Linkspartei zu ziehen?

Wagenknecht: Das wäre möglich gewesen, wenn sich die Linkspartei-Führung nicht derart abgegrenzt hätte. Die Spitze der Linkspartei und auch die der SPD haben signalisiert: Mit dieser Bewegung wollen wir nichts zu tun haben. Das war nicht gerade einladend.

Hier weitere Auszüge:

FOCUS: Frau Wagenknecht, Sie haben sich nach heftigen Angriffen von Ihren Parteifreunden eine Zeit lang zurückgezogen und angekündigt, nicht wieder für den Fraktionsvorsitz zu kandidieren. Hatten Sie auch mit dem Gedanken gespielt, sich ganz aus der Politik zurückzuziehen?

Sahra Wagenknecht: Darüber denkt man im Leben immer wieder nach. Ich möchte schon politisch noch etwas bewegen. Aber man kann sich auf unterschiedlichen Wegen einmischen, etwa auch publizistisch. Aktuell habe ich mich entschieden, mich weiterhin im Bundestag zu engagieren, aber ich möchte in Zukunft mehr Freiräume haben und raus aus dem extremen Dauerstress. Und deshalb werde ich nicht wieder für den Fraktionsvorsitz kandidieren.

Weitere Zwischenüberschriften aus dem Focus-Interview:

  • Flirt mit Rechts? "Aburde Unterstellung"
  • Klimadebatte der Grünen "völlig verkürzt"
  • Wagenknecht betont "klimazerstörenden Effekt der Globalisierung"
  • Klimapläne der Grünen "elitär" und "arrogant"
  • Grünen-Wähler als Elite?
  • "Technologiewandel im großen Maßstab kann nur der Staat voranbringen"
  • Seriöse Umweltpolitik bei den Grünen? "Ein Irrtum"
  • Hambacher Forst: "Grüne tun so, als hätten sie nichts mit Abholzung zu tun"

Das vollständige Interview hier.

 

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