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Treffen AG Wohnen & Stadtentwicklung

Veranstaltung

Titel:
Treffen AG Wohnen & Stadtentwicklung
Wann:
Di, 20. August 2019, 19:30 h
Wo:
Ambulante Suchthilfe Bremen - Bremen , Bremen
Kategorie:
Treffen

Beschreibung

Wir treffen uns "wiegehabt" vor den Räumen der ASH, Bürgermeister-Smidt-Str. 35.

Wir arbeiten zur Zeit an folgenden Themen:

  • Weitere Einschätzung des Koalitionsvertrages (SPD, Grüne, LINKE) in Bezug auf zu erwartende bremische Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik in den kommenden 4 Jahren. Wo ist Kritik nötig? Wo müssen wir die Landesregierung mit ihren selbst formulierten Ansprüchen konfrontieren?
  • In der Koalitionsvereinbarung wird der Mietendeckel nur anhand der Erfahrungen in Berlin "geprüft", was eine Umsetzung in den kommenden 4 Jahren fast ausschließt. Wie kann so auf den Wohnungsbestand mietpreissenkend Einfluss genommen werden, was dringend nötig wäre im Interesse der Menschen mit kleinem Geldbeutel in Bremen?
  • Die Einwohnerentwicklung in Bremen verzeichnet einen leichten Zuwachs bei gleichzeitiger Abwanderung von jungen Familien und Besserverdienenden mit dem Wunsch nach einem Eigenheim in den "Speckgürtel" im Umland. Die Zuwanderung erfolgt durch inner- und außereuropäische Migranten*innen in mietpreisgünstigere Ortsteile. (Siehe WK Artikel vom 16.07. "Einwohnerzahl steigt durch Zuzug von Ausländern, Bremer wandern ins Umland ab.") Dort ballen sich leider, wie die Armutskonferenzen schon vor Jahren kritisch bemerkten, die Probleme.
  • Die Ausstattung an KiTas, Schulen und Wohnungen ist gerade dort höchst prekär, womit die Spaltung der Stadt sich weiter verfestigt. Der Bedarf an bezahlbaren (max. 30% des Nettoeinkommens) Wohnungen in Bremen ist riesig, laut Schätzungen der gewerkschaftsnahen Hans Böckler Stiftung bräuchten wir 50.000 bezahlbare Wohnungen. Die von der Koalition angepeilte minimale Steigerung der Sozialwohnungen von 6.800 auf 8.000 in 4 Jahren entspricht nur ca. 4% des Gesamtwohnungsbestandes von 170.000 (alle Zahlen Stadt Bremen). Das kann somit keinerlei mietpreisdämpfende Wirkung entfalten. Wie könnte (wesentlich im Bestand und teilweise durch Neubau) dieses Ziel erreicht werden? Welche Formulierungen im Koalitionsvertrag weisen in die richtige Richtung, welche führen in die Irre, welche sind direkt kontraproduktiv, bzw. bedeuten letztlich ein "weiter so" im Mietpreisanstieg und hochpreisigem Bauen. Welche Möglichkeiten gäbe es, von den vorhandenen kommunalen Bauflächen, ab sofort einen möglichst großen Teil für das Bauen bezahlbarer Mietwohnungen (5-6 Euro/qm Bruttokaltmiete) zu reservieren?
  • Der Volksentscheid zur Um-Gestaltung der ehemaligen Galopprennbahn (bzw. Golfplatz) für Kultur, Erholung, Sport und Freizeit ist gesetzlich bindend und muss umgesetzt werden. Als erstes muss der Zaun weg und öffentliche Wege müssen angelegt werden. Einige der ehemaligen Golfrasenflächen können als Erholungs- und Picknick-Flächen hervorragend genutzt werden. Das alles kostet nicht viel Geld. Die bisherigen (noch)Übergangsnutzer müssen gekündigt werden. Im vom Hemelinger und Vahrer Beirat dafür geschaffenen Ausschuss geht es jetzt in die konkrete Umsetzung. Wir sind dabei und fordern das und weitere Flächen für Kulturangebote und Breitensport weiter ein.
  • stadt muss allen gehrenWeitere Unterstützung des "Bremer Mieter-Ratschlag", nächstes großes Gesamttreffen am 11. Sept. um 18h im DGB-Haus (Tivolisaal), alle Mieterinitiativen sind herzlich eingeladen.

Unsere Presseerklärung vom 20 Juni steht zum Download unter diesem LINK.

 


Veranstaltungsort

Standort:
Ambulante Suchthilfe Bremen
Straße:
Bürgermeister-Smidt-Str. 35
Postleitzahl:
28195
Stadt:
Bremen
Bundesland:
Bremen
Land:
Germany

About us

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